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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
Entstehung
Seite
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besetzt, und es gehörte wohl mit zu den wunderbarstenFügungen im Leben, daß eines Tages der Pastor vonSteinau, der Peiniger des Schulmeisters, kam und umdie Stelle anhielt, weil sie sehr hohen Gehalt bot. DerHerr wies ihn zum Richter und Vorstand der Gemeinde,denn diese sollte bei der Wahl besonders gehört werden.Aber wie erstaunte und erbebte der Pastor, als er in demVorstande seinen frühern Schulmeister erblickte; nachwenigen Worten schied er wieder von dannen, um niewieder nach dieser Stelle zu fragen. Sie ward mit einemjungen Manne, mit einem Freunde Treuenbergs besetzt.Namentlich aber that Treuenberg alles, was den Ortauch in materieller Beziehung heben konnte; er verbessertenicht nur seine Felder, sondern suchte auch die seinerBauern zu heben; und war jedem behülflich, sich emporzu arbeiten, er befreite die Leute von entwürdigendenDiensten und war im Dorfe überall der erste, wenn esgalt zu helfen und Werke der Barmherzigkeit zu üben.Wir dürfen uns deshalb nicht wundern, daß er nach kurzerZeit unendlich verehrt und geliebt wurde, zumal, da erso bescheiden und herablassend war. Man nannte ihn denSchutzgeist und Retter des Dorfes. Und wirklich hatteer auch in kurzer Zeit viel Elend von dem Orte abge-wandt. Manche Familie hatte er vor dem Untergangegeschützt, und die Frau des Richters, die einst für ihnbat, nahm er in eins seiner Häuser, schenkte ihr freieWohnung und sorgte fortwährend im Stillen für sie.Freilich hatte dies dem laufenden Gerüchte noch mehrWahrscheinlichkeit gegeben; aber die Gute selbst ahnte'nichts davon, daß ihr Beschützer der kleine Heinrich sei,dessen Locken sie so oft gestrichen, der so manches Mal