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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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hörte, daß ich in einigen Tagen in Euer Dorf käme, sollteich den Auftrag ausrichten." „Hm! Was soll das fürein Geschäft sein?" „Das kann ich nun freilich auchnicht wissen; ich sollte aber gewisse Antwort mitbringen."„Gehe doch nicht," rief die Frau des Schulmeisters,„wenn Du nicht weißt, wer Dich haben will; wer weiß,was das wieder für eine neue Falle für Dich ist." „ Werein gut Gewissen hat, der fürchtet sich nicht; sagt demHerrn, ich würde kommen." Am bestimmten Tage Nach-mittags machte sich der Schulmeister trotz allem Flehenund Bitten seiner Frau aus, um zu sehen, was der fremdeHerr in dem nahen Städtchen von ihm wolle. Als er indas Gasthaus kam, wartete schon ein Bote auf ihn, welcherihn anredete und ihn, nachdem er den Namen gesagt, mitfortnahm. Sie gingen nach der Burg des Städtchens.Als sie durch das alterthümliche Thor traten, ward demLehrer einigermaaßen bange; er fragte seinen Führer, ober nicht wisse, was für ein Geschäft er zu erwarten habe.Der Führer gab eine kurze verneinende Antwort, meinteaber, er solle nur ruhig folgen und keine Gefahr fürchten.Und so wandelten sie beide still über den Hof und zurkleinen Thür eines Thurmes hinein. Nachdem sie einigeTreppen gestiegen waren, klopfte der Führer leise an eineThüre; diese öffnete sich sogleich und die Beiden standenauf einem großen Saale. Dem Schulmeister schlug dasHerz lauter, als er beim Schein der Lampe in ein ziem-lich geräumiges Zimmer geführt wurde. Aber die Bangig-keit hörte auf, als ihm hier sogleich der Arzt, welchen erja kannte, entgegenkam, ihn herzlich begrüßte und an einelange Tafel führte, wo ohngefähr 10—12 Herren saßen.Der Oberste darunter hatte ein höchst ausdruckvolles Gesicht,