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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
Entstehung
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hohe Stirn, scharfe, blitzende Augen und überhaupt etwasMajestätisches in seinem Aeußern. Die Gesellschaft erhobsich, als der Lehrer eintrat, und der Vorsitzende reichtedem Lehrer die Hand mit den Worten: „Achtung undEhre dem Verdienst! Seien Sie willkommen in unsermKreise und nehmen Sie Platz an der Tafel." Nachdemder Schulmeister sich gesetzt und durch die äußerst freund-liche Begegnung den rechten Muth wieder gewonnen hatte,trat Einer der Herren auf und sprach etwa Folgendes zudem Lehrer: „Sie habsn ein Kind, ein verlassenes, ver-stoßenes Kind zu sich genommen und es bis auf denheutigen Tag gepflegt und erzogen, wie nur der eigneVater es erziehen konnte. Sie haben nicht gewußt, wersich des Kindes weiter annimmt, aber Sie sollen es heuteerfahren. Wir sind diejenigen, denen das Kind gehört.Sein leiblicher Vater ging heim, und seine Freunde über-nahmen es, für das Verlassene zu sorgen. Wir habenSie nun hierher beschieden, um Ihnen zu danken für dieLiebe, mit welcher Sie das Kind unsres Bruders geleitetund erzogen haben. Mag Ihnen der Allmächtige esreichlich lohnen, unv mögen Sie nicht ermüden in IhrerTreue und unser Söhnchen auch fernerhin schützen undwahren." Der Schulmeister war so erstaunt über diesenAuftritt, daß er nicht eine Silbe Hervorbringen konnte.„ Folgen Sie jetzt Ihrem Führer noch einmal in ein Zim-mer, wo Ihnen noch Einiges Andere mitgetheilt werdenwird." Der Führer begleitete den Lehrer wieder unddiesmal stiegen sie eine Treppe tiefer, in ein einsames,stilles Stübchen. „ Warten Sie hier ein Weilchen," sprachder Führer, „bald wird sich Ihnen Jemand nahen." TausendGedanken gingen in dem Kopfe des Schulmeisters umher,

Pilz, Maurerische Blütheu. A