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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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hier zu allgemeinenAergerniß hat." „Herr Pastor," fielhier der Schulmeister ein, „Sie kennen doch das Wort:Wer aufnimmt dieser Geringsten Eins, der nimmt michauf." „Er will mich wohl die Schrift lehren; schweigEr still und lerne Er erst selbst etwas." Der Pfarrernahm jetzt das dem Knaben weggenommene Buch, warfes auf den Tisch, und um nun sein armes Opfer ganznieder zu donnern, zog er das Medaillon heraus und hieltes dem Schulmeister hin mit den Worten: „Also, Er istwohl gar ein Freimaurer!" Der Schulmeister erblaßte,er erinnerte sich des Befehles, dies Band Niemanden sehenzu lassen. „Ich weiß nicht, was es zu bedeuten hat,"stammelte er verlegen, „ich habe es als Andenken für denKnaben mit bekommen!" „Ach, schäme Er sich, so zulügen! Ich habe nun genug; Er soll bald sehen, wasmit Ihm vorgeht!" donnerte der Geistliche weiter. Jetztaber erhob sich der Schulmeister, der eine Weile wie zer-knirrscht dagesessen hatte, und mit dem Muthe, der oftin edlen Seelen gleichsam wie ein Blitz hervorbricht, spracher: „Herr Pfarrer, wenn Sie als Seelenhirte die Unschuldverderben wollen, so giebt es einen Gott im Himmel,welcher solchen Frevel rächen kann!" Der Geistlichestampfte ein Paar Mal mit dem Fuße, ging dann abereiligst fort und warf die Thüre zu. Seine Wuth warauf's äußerste gekommen und als er das Dorf hinauf nachseiner Wohnung so hastig ging, daß der lange Zopf baldrechts, bald links flog, so meinten die Leute, die ihn sahen,er müsse etwas gar Wichtiges Vorhaben. Kaum war ernach Hause, als er sich hinter seinen Schreibtisch warf. Ersetzte eine Klage auf gegen den Schullehrer, worin erdiesen als einen aumaaßenden Menschen schilderte, der