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dabei die Worte durchaus nicht auf die Goldwaage. Mitdem Schulmeister hatte er schon manchen Streit gehabt;dieser lehrte nach seiner Meinung die Kinder zu viel, undnamentlich Sachen, die ihnen gefährlich sein könnten. Alsaber der Lehrer bei einem Schulexamen ein Wunder natür-lich erklärt und außer dem auch noch die Kinder übermancherlei Dinge gefragt hatte, die nicht in der Bibelstanden, da hatte er es ganz und gar verschüttet. DerGeistliche schlich jetzt fortwährend um ihn herum, belauschte,behorchte ihn in der Schule, und wartete nur auf eineGelegenheit, wo er den armen Mann seiner Stelle be-rauben könne. Diese Gelegenheit fand sich denn auchjetzt. Er sah das Kind sitzen, ging auf dasselbe zu undgriff nach seinem Buche. Es war ein Geschichtsbuch.Der Geistliche steckte es zu sich. Aber neben dem Knabenlag noch das Medaillon mit dem blauen Bande. Kaumhatte der Geistliche dies erblickt, so funkelten seine Augenunheimlich. „Was ist das?" ries er und steckte das Bandzu sich. Wüthend lief er zu dem Schulmeister hinein.Ohne Gruß riß er die Thüre auf mit den Worten: „SeinTreiben habe ich nun satt! Da sehe Er her, ist das einBuch für ein Kind? Statt Bibel und Gesangbuch treibtEr solchen Teufelskram in das Kind. Ich werde es Ihmnehmen, Er soll nicht länger dem armen Würmchen einAergerniß geben." Der Schulmeister, welcher aufgestanden-war und ruhig zugehört hatte, erwiderte nach den letztenWorten fest und bestimmt: „Das Kind ist mein undwird bei mir bleiben!" „Ueberhaupt," begann der Geist-liche wieder, „ist es mit dem Kinde eine schlimme Sache,wir wissen nicht, wer seine Eltern sind, und es wärebesser, dasselbe käme in ein Findelhaus, als daß Er es