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der Pest des Menschengeschlechtes, vor dem Aberglauben."„Sorgen Sie nicht," erwiderte der Schulmeister, „nichtsist mir selbst auch mehr zuwider, als diese geistige Krank-heit. Es fällt mir dabei ein, was ich in einem alten Buchevon dem griechischen Staatsmanne Prickles gelesen habe,nämlich, daß er einmal, als er, um seine Gesundheit wiederzu erlangen, seine Zuflucht zu allerhand Zauberei nahm,ausrief: „Ich muß sehr krank sein, denn ich bin aber-gläubisch geworden." Der Fremde lobte den Schulmeister,daß er sich durch Lesen fortbilde, und dieser fuhr fort:„Sehen Sie, lieber Herr, was die Leute hier im DorfeAlles glauben, das ist fast nicht zu glauben. So meinensie, es sei wirklich möglich, daß Geister, die von der Erdegeschieden sind, wiederkämen, daß sie den Lebenden aller-hand Anzeichen geben und wohl gar dieselben neckenkönnten. Und solcher Aberglaube ist weit verbreitet; erstgestern wurde bei einem meiner Nachbarn erzählt, daß ineinem Dorfe, einige Meilen von hier, ein Kind ver-schwunden sei, und daß man glaube, es werde wieder-kommen, und einige wollen es sogar schon gesehen haben."Der Fremde lachte, aber der Schulmeister fuhr fort:„Sehen Sie, es ist wirklich zum todtärgern, wenn manhört, wie die Leute sogar das heilige Schriftwort zu ihrenTollheiten benutzen. So sagte neulich einer meiner Bauern,man könne seinen Feind umbringen, wenn man den109. Psalm recht oft hersage." „Das ist ja wahrhaftsündlich," sprach der Fremde ernst, „straft denn solcheDinge nicht der Pfarrer von der Kanzel herab?" „Sehrselten," antwortete der Lehrer, „der hat nur immer dieTrunkenbolde, die Diebe, oder auch die Freigeister, dieFreimaurer u. A. beim Kragen, und wenn er da einmal