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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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die Bank gesetzt, und den ihm von der Schulmeisterin ge-reichten Stuhl ansgeschlagen hatte, begann nun also: Mein lieber Schulmeister, ich weiß, daß Ihr ein Freundder Jugend seid, ich habe gehört, daß Ihr schon manchesKind gerettet, manches unterstützt habt; ich wollte daherbei Euch anfrageu, ob ihr diesen Knaben, der keine Elternmehr hat, in Euer Haus aufnehmen und erziehen wollt." Wie heißt der Knabe? " fragte der Schulmeister.Er heißtFriedrich Treuenberg und ist der Sohn eines verstorbenenedlen und braven Mannes, dessen Namen ich verschweigenwill und muß."Hm!" sagte der Schullehrer, indem erden Knaben herzte,ich wollte Dich kleinen Kerl schon an-nehmen , aber Du wirst es bei mir nicht sehr gut haben."Nun," erwiderte der Fremde,Entbehrung ist er bereitsgewöhnt, und ich werde selbst von Zeit zu Zeit einigesGeld schicken, daß Ihr nicht zu kurz kommen sollt. Ihrführt ein Werk der Liebe aus, welches Euch Gott reichlichlohnen wird." Die Schulmeisterin, welche zwar menschen-freundlich, aber doch auch für den Augenblick zaghaft war,ries etwas ängstlich:Aber es fehlt uns nur an Platz!"Ach, rede nicht sonderbar," antwortete der Schul-meister,wenn in der Stube kein Platz ist, da nimmstDu den Jungen auf Deinen Schooß!" Der Fremdelachte und die Frau ging schnell, als schäme sie sich ihresEinwandes, in die Stube. Der Schulmeister führte denFremden zu seinem Aurikelbeet und beobachtete ihn scharf.Da er eine ungemeine Freude darüber empfand, sich darannicht satt sehen konnte und förmlich jede Art studirte,ahnte der Schullehrer sogleich, daß dieser ein sehr guterMensch sein müsse. Er ergriff seine Hand und sagte:Nun, wissen Sie was, ich will den Knaben behalten,