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da Sie mir sagen, daß er eine arme Waise ist und da ichsehe, daß Sie wahrscheinlich Vaterstelle an ihm vertreten."„So ist's!" sprach der Fremde, „und nur aus ganz be-sondern Gründen habe ich ihn nicht in mein Haus auf-nehmen können. Ich freue mich, wenn Ihr mir die Liebeerweisen wollt, ihn zu erziehen. Seid streng gegen ihn,damit seines Vaters Geist nicht in ihm aussterbe, sondernneu auflebe. Von Zeit zu Zeit werde ich Nachsehen, wiees geht und Euch die Sorgen der Erziehung zu erleichternsuchen." Dabei ergriff der Fremde die Hand des Schul-meisters und nahm Abschied von ihm. Dann ging er zudem Knaben, der im Gärtchen herumwanderte und schonwie zu Hause zu sein schien, nahm ihn in seine Arme,drückte ihn an sich, küßte ihn, ermahnte ihn, recht zufolgen und versprach ihm, bald etwas mitzubringen, wenner wiederkäme. Mit den Worten: „Gott sei mit Dir,Kind meines Bruders!" verließ er den Knaben. DerSchulmeister, welcher zwar entfernt stand, hatte doch dieletzten Worte gehört, die der Fremde sprach, und als ereine Thräne in dessen Augen sah, sprach er: „Sie habenviel Liebe zu dem Knaben, das sehe, ich; der Himmel magauch unsere Liebe segnen, daß dem Kinde nicht bangewird." Nach nochmaligem Abschied sprang der Fremdewieder in den Wagen und fuhr von dannen. „Merk-würdig!" sprach die Schulmeisterin, „ich ahne, daß diesvielleicht gar der Vater des Kindes ist." „Ach, ihr Wei-ber ahnt nur immer viel," sprach der Mann, „und zu-letzt glaubt ihr auch noch, was ihr ahnt. Ich will Dir'sbesser sagen. Der Fremde ist wahrscheinlich der Vetterdieses Kindes; denn ich hörte von Weiten, daß er denKnaben seines Bruders Kind nannte. Uebrigens, das