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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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sie doch so lange an ihm zu rütteln, bis er nachgiebt undlocker wird. Wenn nur die Sache gut abläust!" Werwar aber vergnügter als die Frau des Richters, die ihrerLiebe zu dem Kinde, ihrer Rettung desselben nun keinHinderniß mehr entgegengesetzt sah. Aber der Menschdenkt Gott lenkt.

3. Kapitel.

Die Haussuchung.

Am folgenden Tage machte sich die Frau des Richtersin aller Frühe auf, um ihren Schützling zu holen. Anihrer Seite sprang ihr Söhnlein Carl, welcher es sichnicht nehmen ließ, mitzugehen. Aber kaum waren sieeine Strecke im Dorfe gewandert, und in die Nähe desHauses gekommen, wo der kleine Heinrich sich befand, dakam ans demselben ein Knecht gelaufen. Er fragte nachkurzem Gruße die Richterin, wo sie hin wolle. Sie er-zählte ihm ihre Absicht.Ja, da könnt Ihr gleich wiedermit umkehren," antwortete der Knecht halb lachend, halbverlegen,das Kind ist seit gestern Abend nicht mehr zusehen. Wir haben Alles ausgesucht, Kammern, Stuben,Boden; sogar den Bach haben wir durchwatet, weil wirdachten, es könne in's Wasser gefallen sein." Wie schwerdiese Aeußerung der Richterin auf's Herz fiel, brauchenwir nicht erst zu sagen. All ihre Hoffnungen waren zer-schlagen. Sorgen und Vorwürfe regten sich in ihr, siewußte nicht was sie sagen sollte. Der Knecht merkte ihreBestürzung und fügte hinzu:Nun vielleicht finden wir's