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Kindes," antwortete die Frau. Sie stand dabei auf, tratihrem Manne nahe und fuhr mit herzlichem Tone fort:„Sieh Dir doch den kleinen Engel ordentlich an, betrachteseine Hellen, freundlichen Augen, aus denen das kindlichsteVertrauen spricht; sieh, wie er sich anschließt an Alle, diees gut mit ihm meinen, wie gehorsam und willig er ist!"„Was geht mich das an! Er ist das Kind eines Frei-maurers und ich mag ihn nicht im Hause haben, er kannNoth und Unglück über uns bringen." „Nun, hast Duetwa je gehört, daß sein verstorbener Vater Jemand einLeid zugefügt hätte; war er nicht die Liebe und Gefälligkeitselber? Du weißt recht wohl, daß er Dir in seinen gutenTagen mehrmals seinen Beutel geliehen hat, aber —"„Schweig! Ich will davon nichts wissen; es hat mich oftverdrossen, daß ich mir von ihm Geld geborgt habe, werweiß wo es her war! Höre nur, was unser Predigtbuchsagt!" Er ging zum Tische, schlug das alte mit Schlössernversehene Predigtbuch wieder auf und las folgende Stelle:„Hütet euch vor der verfluchten Secte der Freimaurer,die den Fuchsschwanz zu streichen wissen, die sich überallcindrängen, aber nichts als Verderben anstiften, und sichund Andern die Seligkeit rauben." „Nun mag es auchsein," erwiderte die Frau, „daß Du den Verstorbenenals einen Freimaurer hassest; warum willst Du aber denHaß auch aus das arme Kind ausdehnen? Kann es denndafür, daß es ihn zum Vater gehabt hat? — Sollenetwa auch Deine Fehler Deinen Kindern einstmals zur Lastgelegt werden?" Der Richter war bei diesen Wortenseiner Frau stehen geblieben und er hatte Noth, den Ein-druck, den dieselben machten, zu verwischen. „Zu wasaber auch gerade zu mir?" ries er jetzt seinem Weibe zu;