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Festspiel zur Schiller-Feier der Düsseldorfer Künstler-Gesellschaft 'Malkasten' am 12. Nov. 1859
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Höher dann prüft er die wachsenden Schwingen,Wirst über Staaten historisch den Blick:

Durch der Partheien gigantisches RingenFällt mit dem Fürsten die Republik.

Oder in der Etiquette BandenGrollt ein freibeseelter Königssohn:

Freundschaft weis't ihm Ruhm in Dulderlanden,Doch ein Block verstellt den Weg zum Thron.

Da ruht von seines ernsten Spiels GeschäftenDer Dichter: Halt gebeut er seinen Kräften.

Soll er mit neunfachem KamönenklangUm seine Rostra die bewegte SchaarZur Bildung formen, und nach inn'rem DrangDie Scene heiligen zum Kunstaltar:

Muß er zuerst sein eig'ner Richter sein.

An sich die inn're Reinigung vollendend.

So denn, im Cirkel die Gedanken wendend.Schließt Gott und Welt er in sein Forschen ein:Des Kreises Umfang schrecket nicht den Starken:Stets weiter stellt er seines Geistes Marken.

Und also lohnt im leichten Tanz der HorenEin herrliches Gedeihen seine Kraft;

Kein achtes Ideal ist ihm verloren;

Heim Alles bringt errung'ne Meisterschaft.

Und die Freude kommt geflogenFlammend aus der Götter Saal;

Thränen zehrt der Iris BogenZum verklärten Siebenstrahl.

Ach! des Jubels leichte Jambe,

Siechthum, störet dein Geschoß:

Fernher in die DythyrambeWinkt der bleiche Thanatos.