Der jede Schlacke läuternd läßt verbrennen,Und in sich selber zur Erscheinung bringt,Was er in Kunst und Leben idealischZum Borbild setzet aller Manneskraft,
Bis er sein Volk und sich universalischVereint zur geistigen Weltbürgerschaft;
Wer, also wirkend in der Zukunft Weiten,Ein Leben hat gelebt für alle Zeiten. —
Ueber'm schönen SchwabenlandeWebet meines Sterns Magie:Eingekehrt am NeckarstrandeIst die Fee der Poesie.
Und ihr starker Sohn entwindetDer beklomm'nen Jugend sich;
Was ihn fesselt, was ihn bindet,Faßt er wild und wunderlich,
Aus des Herzens Selbst-GeschichteRückgestrahlt, zum Schaugedichte;Denn der Bühne gilt sein Ringen,Wirkend in sein Volk zu dringen.Zwar noch fehlt die inn're SichtungUnd titanisch tobt die Dichtung;Doch des Staunens AugenmerkBleibt sein Löwen-Erstlingswerk.Sturm und Drang hat es geboren;Letzte Roheit zucket nach;Wetterkampf, noch unbeschworen,Brüllt im lauten Donnerschlag. —Und er malt der Liebe Leiden,
Die dem Ränkespiel erliegt;
Doch versöhnend ist ihr Scheiden,Wenn im Tod die Treue siegt.