Hebt denn kein Pharus rettend sich empor?
Führt kein Plejadenstrahl zum Port des Friedens?Sprich, Tag der Zukunft, birgst du solchen Stern,Wie mir's vormahnend heut die Brust durchzittert?Wie nenn' ich ihn? gieb die NativitätDes annoch nngebor'nen Fremdlings mir,
Mein Forschergeist. Auf, ahnungsvoller Sinn,
Und stelle dieses Tages Horoscop! —
Die Zeichen wirken günstig nur herein;
Kaum Hesperus belauscht die stille Stunde;
So wag' ich denn das inn're Bild zu deuten.
Des Nostradamus Schüler nenn' ich mich;
Laß seh'n ob seine Kunst sich mir erprobt. —
Geister der Nacht, beschirmt des Alten Werk!Schling', unsichtbare Schaar, den Segenskreis!
Wach' an der Pforte, Schlange der Magie,
Gemeines schreckend mit dem Flammenzahn;
Und hoch vom Empyreum senke dichIn meine Seete, Gluth der Seherkraft!
So stell' ich meines Geistes Segel aus,
Zu segeln in den Ocean der Zeiten.
Da liegt er vor mir, groß und wegelos;Prophetengabe sei mein Steuermann!
Schon grüß' ich dich, du dunkeler Pilot;
Ich fasse deine Hand; noch schwankt das Boot;
Die Bilder schwimmen ungewiß umher:
Zwei rothe Flammen schlagen durch die Nacht, —Zwei Säcula: — halt an! ich deute sie.
Im ersten steh'n wir selbst, ringsum den Krieg,
Und Alle schlingt hinab sein Höllenrachen. —
Mein Herzog! Ha! welch Gräuelzeichen dräutIm Hause deines Lebens! — wieder Nacht! —Dann dämmert's wieder: — 'Nordland wächst empor