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Wie freundlich schimmert mein Planetenkreis!Vielleicht kommt heute noch zum Thurm der Herr:Laß' mich die Bücher ordnen, die Quadranten.
(er tritt an's Pult.)
Ja, Friedland, nicht als mildigen MartinStellt in das Reich der Kämpfe dich die Zeit,
Dich and'ren Attila, du Geißel Gottes!
Die Ketzerbrände freilich sind verloht.
Doch nicht erlosch der alte Glaubenshaß.
Wer that der frömmelt Einigkeit Gewalt,
Und trieb die Schlangen auf im Schooß der Kirche?Noch einmal dieser Tag! Entsetzlich Bild!
Was will dein Name mir, furchtbarer Mönch,
Der dieses Kampfes Furien hat entfesselt?
Ja, dein auch ist der Tag, Martinus Luther!
Sieh' doch, wie feiern deine Folger dich,
Unsel'ger Mann, dem Gutes arg mißrieth,
Du Wandler zwischen Dämmerung und Tag!
Sie nennen dich ein Licht in dunkler Zeit,
Das hocherhoben durch die Trübe schritt;
Doch in den Geistern frißt die Flamme nach,
Bricht aus in grimmer Gluth der Leidenschaft,
Und Krieg ist Losung, Krieg und wieder Krieg: —Brandfackelträger, deine Lohe glüht,
Und ihr zum Opfer fällt dein Vaterland! —
Was bändigt nun der Kräfte wildes Gähren?Was rettet einzig vor Zertrümmerung? —Soldatenmacht, .der Feldherr, die Gewalt! —
O schwache Hoffnung, ungewisser Hort,
Wenn einst das Meer durch diese Dämme bricht.
Und mit den Trümmern der Vernichtung spieltDie Völkersee in tollem Wogenbrand!