nicht nach dem englischen? 247
der des Lords sich ohne alle üble Folgen der Handlungoder einen, jeden andern Geschäfte widmen könnte, undMylord Oxford, Mylord Townssend sich ihrer Brüder,wovon der eine als Factor in Aleppo stand, und der an-dre in London lebte, nie geschämrt halten. So wenignun auch dieser Umstand zue Entscheidung jener Frageetwas beytrug, indem die Brüder eines Lords in Englandniwt zum Adel gehören, so ist sr doch allemal sehr merk-würdig und man fragt billig: warum wir Deutschen diejüngern aus einem adlichen Ehebette erzeugten Kindermehr zum Adel rechnen als die Engländer?.
Man kann antworten: in England sey der Adel eineKronehre oder ein Kronlchn, welches wie jede andereerblich gewordene Mürbe ngx Einem ags der Familie,und nachdem die Einrichtung ist, nur dem ältesten zuThcil werden kann; das Haupt,'welches diese Ghre seinenrGeschlechts erwirbt, sey dadurch also ganz allein gewür-diget und ausser dem Sohne, der ihm in dieser Erbwürdefolgt, behalte sein ganzes übriges Geschlecht, diejenigegemeine Wehrung, die es vorher hatte, die Mehrung,freygebshrner Leute. Hingegen zeuge ein Herzog, wenn,der liebe Gott sein Ehebette segnet, zwölf Herzoge, ei».Graf zwölf Grafen und ein Freyherr zwölf Freyherrn^yhneracktet das Herzogtum, die Grafschaft und die Frey--Herrlichkeit ebenfalls alte Kronwürden sind, und lange:auch in Deutschland nur einem zu Theil wurden.
Allein damit bleibt immer noch die Frage übrig:warum wir diesen Weg eingeschlagen? warum wir nichteben wie in den mehrsten königlichen Häusern, den jün-aern Sohn immer eine Stusse niedriger stehen lassen, alsYen altern, und das Herzcgthnm, die Grafschaft unddie 'Freyherrlichkeit einmal für alle für unrheilbare Slcjchs-
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