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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
223
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der Landbesitzer. 22z

zuerst die Kiste der Tochter eines Hofesgenossen, von allenzu diesem Hofe gehörigen Leuten gcfüllet, und selchcrge»statt eine Sammlung angestellt, welche wir noch jetzt dieRistcnfüllung, und wenn es die Tochter des obersten He-fts- oder Landesherr,, ist, die Prinzcsfinsieuer nenne».Tenn der Sachse, so lange er nur ehrbare Hofgesesscneum sich hatte, und keine flüchtige Nebenwohner kannte,steuerte in alle» Fällen gern zusammen, und vermied da-durch eine auf einmal zu stark fallende Ausgabe. Natür-licher Weise aber gqb er selbst seinen vom Hofe gehendenKindern etwas mehrers, als die übrigen zufteurendenNachbaren und Hofesgenossen mit, und daraus wardendlich der Vcautwagen, welcher mit der Zeit auch etwasllAsieirgclV, was in der Folge den Namen von Braut-schatz erhalten mochte, unter sich begriff.

Diese auf die erste Bedürfnisse des vom Hofe zie-henden Sohns, oder der Tochter sich beziehende Absteuerkonnte aber nicht lange bestehen, weil Eitelkeit und Stolzsich in alle menschliche Handlung mischen, und sich auchbey einer so feyerlichcn Gelegenheit nicht „„gezeigt lassenkonnten. Der eine wollte cs besser machen als der an-dre und nun mußten Mittel gefunden werden/ diesemfreudigen Triebe zum allgemeinen Verderben Ziel zu sez-zen. Golon und Lycurg *), um diesem Uebel zu begeg-nen, verboten schlechterdings die Mädgen auszusteuren.Ihre Tugend mag ihnen Männer finden, sagten sie, undwenn jeder Freyer nur hierauf zu sehen'hat: so wird dieArme wie die Reiche gesucht werden. Unsre Vorfahren,welche zuerst nach einem gleichen Grundsätze gehandelt

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, *) In 8o!one p. 8y. in I.scon. I. 2°. II. opp. p. 2 ? 7 . Vli-

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