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XHV.
Vorschlag wie die Kirchhöfe aus der
Stadt zu bringen.
e Verlegung der Gottesacker oder Kirchhöfe ausiserhalb der Stadt, ist lange der allgemeine Wunschgewesen; man wird aber auf dessen Erfüllung nicht rech-nen dürfen, bevor man nicht die Schwierigkeiten auSdem Wege räumt, welche sich gegen eine solche Verände-rung sträuben. Diese sind von mancherlei) Art, und ichwill versuchen ob ich sie nicht mit guter Manier auf dieSeite schieben kann. Denn heroische Mittel würken indergleichen Fallen, wo es auf die Einbildung der Men-schen ankommt, oft den Unrechten Weg, und was einMensch von dem andern in der Güte erhalten kann, mußer ihm nicht abzuzwingen suchen.
Unsre Vorfahren haben viele besondre Zierlichkei-ten mit der Begrabung ihrer Leichen verknüpft, die einesJheils auf die allgemeine Sicherheit der Menschen, an-dern Theils auf die Ehre und Belohnung der Verdienste,und dritten Theils auch auf einen Vortheil der Kirchenund Kirchenbediente abzielen.
Zur ersten Art gehört, daß die Leichen nicht zu frühbegraben, sondern einige Tage in ihren Särgen zur Schaugestellt, und hernach unter einer öffentlichen Begleitungan einen gemeinschaftlichen Ort abgcführet werden. Hätteein jeder dafür das Recht erhalten, seine Tobten in derStille und bey seinem Hause verscharren zu mögen; sowürde vielleicht mancher lebendig ins Grab gekommen,mancher erschlagen oder vergiftet und mancher als todt be-graben