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4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
129
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Die Artikel und die Punkte. 129

nen. Diese setzt voraus, daß eine Klage vorhanden sey,worauf man sich einlaffen solle. Es ist also offenbar,daß derjenige der einen über Punkte fragt, ihn wörtlichanklage.

Ist eS aberchicht erstaunend viel gewagt, jemandenwegen eines Verbrechens anzuklagen, ehe man von demVewr'se desselben sicher ist? Beladet sich der Kläger nichtmit der schwersten Genugthuung, wenn er solchergestaltjemanden in offnem Gerichte verklagt und den Beweisnicht führen kann? Oder hat ein Richter mehr Recht al-ein andrer einen ehrlichen Mann solchergestalt öffentlichungestraft zu ver äumden?

Freylich kann der Unschuldige hernach immer noch indiesem Falle auch von dem Richter Genugthuung for-dern. Aber wie schwer wird ihm diese nicht fallen? wieleicht wird sich der Richter entschuldigen? und ist es billigauch nur den geringsten Menschen unter der Versicherung,daß man ihn schadlos halten wolle, in Schaden zu stür-zen? Kann der Schade ander Ehre, so leicht wie deram Gute ersetzet werden? JstVerdruß, EramundKrän-kung, wodurch einer um seine Ruhe, und Gesundheitgebracht wird, wörtlich zu ersetzen? und ist es dahernicht natürlich, in solchen wichtigen Fällen diejenige Vor-sicht zu gebrauchen, welche der schlichte Menschenverstandan Hand gicbt?

Ausserdem kommen doch auch manchen Beklagtenleicht einige verzögerliche Einreden zu statten, warum erauf die Klage zu antworten nicht nöthig hat. Warumwill man einem nun diese in der wichtigsten Begebenheitabschneiden, worin ein ehrlicher Mann gelangen kann?«nd das mit offenbarer Gewalt? Denn der Richterwird sich leicht ermächtigen den Mann einzusperren, dereinmal erschienen ist, und sich zu antworten wegert«2s, r« parr.phankas.lv. LH. I E<