Druckschrift 
4 (1786) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
31
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lieber die Sittlichkeit der Vergnügungen, z»

Hierüber sage mir was du weißt, und dann will ichdick gern hören. Ziehe die Gränzlinie strenge, sie sollmir nicht leicht zu strenge seyn; oder wenn du ja ins All-gemeine gehn willst: so sage mir erst, wenn du die noth-wendige Ungleichheit der Stande und Güter in der Weltals erwiesen annimmst; warum du die Ungleichheit derVergnügungen minder gerecht findest?

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VH.

Etwas zur Policcy der Freuden für die

Landleute.

H^cnn ich Polieeycommiffarius wäre, cs sollte miranders gehn, die Leute sollten mir wenigstensein- oder zweymal im Jahr, auf der Kirms oder aufFastnacht, völlige Freyheit haben, einige Bände sprin-gen zu lassen, oder ich hiesse nicht Herr Commissarius.Unsre heutige Mäßigkeit macht lauter Schleicher, die desMorgens ihr Gläegen und des Abends ihr Känngen trin-ken , anstatt daß die vormalige Ausgelassenheit zu gewis-sen Jahrszeitcn, einem Donnerwetter mit Schloffen glich,was zwar da, wo cs hinfällt, Schaben thrtt, im Ganzenaber die Fruchtbarkeit vermehret. Dagegen aberwürde ich auch die täglichen Säufer, wenn sie sich auchnicht völlig berauschten, ohne Barmherzigkeit ins Zucht-haus schicken.

Mil allem ihrem kehren und Predigen haben es dieMoralisten endlich so weit gebracht, daß die Leute, wel-che vorhin des Jahrs einen Anker, aber an einem Tageherunterzechten, sich jetzt täglich mit einem geringer»Maaße, aber des Jahrs nicht mit einem Stückfasse begnü-

gen,