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4 (1786) Patriotische Phantasien
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IV.

Ueber Die Erziehung des Adels von einem

Edelmanne.

unermüdete Eyfer, womit Euer Hochs. Durch-taucht sich der Erziehung der Jugend annehmen,läßt mich hoffen, daß Höchstdieselben, ens und anderes,was ich bey den in solcher Absicht gemachten Einrich-tungen zu erinnern finde, nicht ungnädig aufnehmenwerden.

Diese sind, wie mir dünkt, größtcntheils für künf-tige Gelehrte gemacht, und was sie zur Vorbereitungder Jugend für andre Stände beytragen sollen, scheintmir dasjenige bey weitem nicht zu würken, was die prak-tische Anführung zu denselben würken kann. So wiejunge Leute, welche ein Handwerk lernen sollen, niemalsdasjenige in einer Realschule lernen werden, was ihnenin der Werkstätte eines guten Meisters gelehrt wird;eben so wenig werden künftige Staatsmänner in einerStaats- oder Cameralschule vollkommen gebildet werden.Jene müssen, so wie sie ihr vierzehntes Jahr erreichet,und dasjenige erlernet haben, was sie erlernen könnenund müssen, die Schulen der Gelehrten verlassen, undsich einem Meister übergeben; und eben dieses müssenmeiner Meinung nach auch diejenigen thun, welche sichandern Ständen widmen wollen.

Mit den Gelehrten ist es eine eigne Sache; ihreAnzahl wird in Verhältnis ihrer Mitbürger, immer nurgering seyn dürfen, wenn ein Staat, der viele ausü-bende und nur wenig lehrende Männer gebraucht, groß

K 2 und