seiner Empfindungen gelange. 7
und viele Uebung, was man entfernen oder vorrücken,stark oder schwach ausdrüchen soll. Das mehrfte hängtjedoch hiebey von der Unterordnung in der Gruppirungab, und wenn Sie hierinn glücklich uud richtig gewesensind: so wird die Verschiedenheit des Standorts ^ wor-aus die Leser, wofür Sie schreiben, ihr Gemahlde an«sehen , nur eine allgemeine sieberlegung verdienen.
Unter Millionen Menschen ist vielleicht nur ein ein-ziger, der seine Seele so zu, pressen weiß, daß sie alleshergiebt, was sie hergeben kann. Viele, sehr viele ha-ben eine Menge von Eindrücken, sie mögen nun von derKunst oder von der Natur herrühren, bey sich verborgen,ohne haß sie es selbst wissen; man, muß dje Seele in eineSituation versetzen, um sich zu rühren, man muß sie er-hitzen, um sich aufzuschließen, und zur Schwärmeteybringen, um alles aufzuqpfern. Hora; empfahl den MMals eine gelinde Tortur der Seele, andre halten die Liebezum Gegenstände, für mächtiger, oder den Durst zu Ent-deckungen : jeder muß hierinn sich selbst prüfen. Rous-seau gab nie etwas von den ersten Aufwallungen seinerSeele; wer nur diese und nichts mehr giebt, der trägtpur solche Wahrheiten,vor , die d?n Menschen insgemeinauffallen und jedem bekannt sind. Er hingegen, arbeiteteoft zehnmal auf die Art, wie ich es Ihnen vorgeschlagmhabe, pnd horch nicht auf so lange noch etwas zu gewin-nen übrig war, Wenn dieses ein großer Mann thut:so kann man so ziemlich sicher seyn, daß er weiter vorge-drungen sey, als irgend ein andrer vor ihm. So oftSie sich mächtiger in der Empfindung, afs im Ausdruckfühlen , so glauben sie nur dreist, ihre Seele sey fauh.sie wolle nicht alles Hervorbringen. Greifen Sie dieselbe,an, wenn Sie fühlen, daß es Zeit ist, und lassen siearbeiten, Alle Ideen die ihr jemals riygednickt sind und
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