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Dieser Auffassung und der angebliche» Art der Auffindungin einem von jüngerem Gestein überwachsenen Felsspalt miß-trauend, ist denn Gerhard (im Archäologischen Anzeiger, 1832,S. 172) eher der Meinung beigetretcn, daß „jene seltsame«Hüttenform als eine für rhätischc Soldaten der Kaiscrzeit«mit Erinnerung an ihre heimathlichcn Formen gewählte Ab-weichung von der Form sonstiger Aschcngcfäße" zu betrachtensei. — Aber so sinnreich diese Erklärung auch sein mag, soscheint ihr doch der gesammte Fund zu widersprechen, da manalle Umstände in Erwägung ziehen muß, wie die Ncrfertigungs-wcisc der Urne, die in derselben gefundenen Bronzen, u. s. w.;ja selbst die Form der Urne mit den vier Pfeilern au der Thür,welche keinen nördlichen Charakter haben, redet dagegen. Es istnicht glaublich, daß rhätische Soldaten sich die Mühe sollten ge-geben haben, auf eine ganz veraltete und sehr schwierige Weiseihre Urnen aus freier Hand zu machen und am offenen Feuerzu dörren, während sie sich jede beliebige Form bei zahlreichenTöpfern um ein Billiges bestellen konnten; es ist nicht glaublich,daß rhätischc Soldaten feine Geschirre oder Schmuckgefüße vonBronzcblcch sollten mit in fremde Länder genommen und ihrenTobten mitgegeben haben, während sie zahlreiche Gegenstände an-derer Art römischen Ursprunges gewiß im Besitze hatten.
Den rechten Punkt in der Erklärung scheinen mir die eng-lischen Forscher getroffen zu haben. Durch Canova erhieltA. W. Hamilton ein auch noch mit Gebeinen gefülltes Ex-emplar der Albancrurnen, und Hamilton gab sie an das Bri-tische Museum, wo sic Nr. I bildet, zum Zeichen, daß mansie dort für sehr alt hält. In dem Katalog des Britischen Mu-seums wird gesagt: die Urne sei eine Vase von grober, braunerWaare, „in der Gestalt eines tuzurium oder einer länd-„lichen Wohnung der ältesten Bewohner Italiens und«ein Stück der ältesten italischen Töpfcrkunst". Der Cs-taloZue ok tke Areek snd etru8esn vs868, Vol. I., London,1851, sagt: I. Ovsl vs8k. IkiZkt 13 im, kenztli 15 in.
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