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und Ordnung gewöhnt war, so überwand er alle Hindernisse, und seine Vorgesetztenwaren mit ihm zufrieden. Im zweiten Jahre wurde er sogar Gefreiter, und nunwar ja die erste Sprosse zum Ruhm erstiegen. Es sollte aber noch anders kommen.Im Jahre 1864 ging's nach Norden, um in Schleswig-Holstein zu kämpfen gegendie Dänen. Hier lernte Johannes das blutige Kriegshandwerk in seiner ganzenGröße kennen. Wie oft dachte er bei diesen Strapazen und Kämpfen an seinefriedliche Heimath! Aber das muffen wir ihm zu Ehren nachsagen: er war mit allerKraft und ganzer Seele Soldat und that seine Pflicht. Auf den Höhen bei Düppelkämpfte er eben so muthig wie später bei Arnkiel. Er sah seine Kameradenrechts und links fallen oder schwere Wunden davon tragen, er war so glücklich,ohne Wunden davon zu kommen. Als Unteroffizier, geschmückt mit dem Düppelkreuz,kehrte er in die Heimath zurück. Die Großmutter erlebte diese Freude und war derMeinung, Johannes müsse weiter dienen. Vater Klein war dagegen, und als derSohn darauf bestand, gab er endlich mit schwerem Herzen seine Zustimmung.Bleibe doch beim Handwerk, denn es hat goldenen Boden!" ermahnte er den Sohn.Und wie weit wirst Du es denn bringen?" Johannes kehrte zu seinem Regimentzurück. Da kam das Jahr 1866. Neuer Kampf, neues Blutvergießen. In derSchlacht bei Königg rätz, wo es so blutig hcrging, traf ihn eine Granate am Fuß.Er wurde vom Schlachtfelde zum Verbandplätze getragen, kam später in's Lazarethund er konnte noch von Glück sagen kehrte dann später, zwar hinkend, jedochgesund in die Heimath zurück. Seine Kriegslaufbahn war damit vollendet. DieGroßmutter hatte die Rückkehr ihres Enkels nicht mehr erlebt. Johannes besuchteihr Grab und weinte ihr eine stille Thräne kindlicher Liebe nach. Auch für dieTapferkeit bei Königgrätz erhielt Johannes einen Orden, zugleich eine Anweisung zueiner monatlichen Pension. Der Vater und die Mutter hatten an diesem Tage einkleines Familienfest angerichtet, und als sie nun s» fröhlich beisammen saßen, sagteElise:Nun, Johannes, Du bist allerdings etwas geworden, ich aber auch."Nun, was denn?" fragte der Bruder.Ich bin Braut geworden von Deinemehemaligen Fahnenträger." Da lachten alle Gäste fröhlich und heiter. Johannesaber gedachte der Jugendträume und sagte:Handwerk hat goldenen Boden. Ichbleibe dabei."