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3 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
381
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der keibei'gnen. z8l

mithin voraussetzte, daß der Hof jedesmal zu einer gedop-pelten Bezahlung der Renten hinreichen müßte . . .

So weit geht der Zuruf meiner Freunde; aber nun dieAntwort nun bessere Mit cl! - diese weiß ich zwarnicht anzugeb-n. Es bleibt aber doch allemal wahr, daßes eine schlechte Mannszuchk sey, wenn der Hauplmann ei-nen Soldaten lahm schlägt um einen guten Kerl aus ihm zuziehen; und dis tbut der Richter so oft er einem Leibeignen,«r stehe nun.in einem Stillesiande oder nicht, bey eine»Pfändung nicht so vi- l an Vieh oder Früchten läßt, als erzur nolhwendigen Verteidigung seines HofeS in allen öf-fentlichen Lasten nöthig hat.

Es blc bt ferner gewiß, daß jeder Landbesitzer einen na-türlichen Etilikstand habe, der von dem gerichtlichen garnicht unterschieden ist, ausser daß bey diesem die jährlicheAbgift zum Behuf der Gläubiger ausgerechnet und bestim-met, bey jenem zwar eben so gewiß aber unbekannt iss Mankann keinem von bcyden mehr nehmen, als er >ährlich übrighat, oder der Richter muß >edcm, dem er ein mehrerefordert, zugleich einen Narren a, weisen, der ihm borgt.Da nun ein Leibeigner im gerichtlichen Snllestande so we-nig, als der andere, der sich im natürlichen befindet, vorUnglücksfällen sicher ist; ja, da die Unglücksfälle eben wieGicht und Flüsse sich eher auf die kranken als gesunden Glie-der werfen; so ist es beynahe unmöglich auf acht oder zwölfJahre zu bestimmen, daß dieser jährlich die ganzen Heuer-gelder seines Yofcs zum Vorrheil der Gläubiger aufbringensoll; und wenn dieses ist: so muß derselbe wenigstens einmaloder zweymal in den Slillestandr-jahren einen gerichtlichenVerkauf seiner Früchte erleiden und es giebt deren viele,die ihn das erste Jahr, sodann aber alleJahr hinter einan-der erfahren, auf solche Weise kann ober der wahre End-zweck deS StillestandeS fast nie erreichet werden.

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