298 Der Barrerhof,
gefitzt hat. Der eine Gutsherr macht sich ein Gewissendaraus ihn abzuäusscrn; der andre, so dazu schreitet, fin-det keinen der den Hof wieder annchmen will, weil sich jederim Kirchspiel ein Gewissen daraus macht, auf einen Hof zuziehen, wovon das Geblüt entsetzet worden. So bald istaber nicht der Freystamm erklärt: so fällt das Gewisse»von beyden Seiten weg, und die Abäusserung wird gleich-sam ein gemeiner Verkauf des Freystamms, wodurch nie-mand betrübt, verkürzet oder betrogen werden kann, so langedas Schuldbuch öffentlich und richterlich gehalten wird . .
So sprachen unsre Urenkel. Was wir jetzt sagen, weißein jeder.
s.XIl.
Der Bauerhof, als eine Actie
betrachtet *).
'ir haben alle einigen Begriff von den grossen Com-pagnien, welche nach Ost- und Wesiindien han-deln; wir wissen, daß dieselben aus Leuten bestehen, wovonjeder ein sichers Capital hergeschossen hat; wir nennen die-ses
') Man muß cs dem Verfasser nicht rc-denkc», daß er zu oft vondieser Materie redet, Sic ist die wichtigste für das Wohl derStaaten, und in öffentlichen Schriften noch wenig behandelt.Die Aufsatze, so hier auf einander folgen, sind i» den Zeiträu-men von mchrern Jahren geschrieben, und enthalten oft eine»Gedanken mehrmals. Allein wer in einem Rcaierungseollcgiofitzt, und täglich den verschiednen Beschwerden und Forderun-gen , nach einer Theorie, welche auf die mindeste Aufopferungvo» Freyheit und Eigenthum gegründet ist, abhelfen soll, weißes am besten, wie vieles daran gelegen, solche Grundsätze auf-recht zu erhalten.