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3 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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84 Also verdient der Accusationsproceß

verbergen; heißt dieses nicht der feigen Verläumdung dieLhkre ösnen, die Obrigkeit in unverantwortliche Kostenstürzen, und unmögliche Dinge fordern? Denn eine Un«Möglichkeit ist es doch wohl, daß einer einerley Grad vonHitze, von Eifer, von Scharfsinn und von Leidenschaft inAufsuchung der Gründe für beyde Theile beweisen soll k

Aber erwiederte mein Philosoph, die Obrigkeit nimmtnicht jede Angabe an; sie untersucht erst wenigstens eini-germasscn den Werth der Gründe, und des Beweises; siekann und wird den Angeber nöthigen, hinlängliche Sicher-heit für den Beweist zu bestellen, und der Angeber kam,eben so gut als ein Kläger angewiesen werden, dem Ange-klagten Schimpf und Schaden zu ersetzen.

Das danke ihr ein andrer, daß sie nicht auf jedes An-geben einen Proceß anstellet, rief ich ihm zu. Aber sogut, wie sie von dem Angeber dem Befinden nach Sicher-heit für den Beweist fordern kann; eben so gut könnte sieihn auch nöthigen, seinen Namen zur Klage hcrzugeben:so bliebe denn doch immer der Proceß in derjenigen Formund Gleise, worinn alle Proteste seyn müssen, und daSEndurtheil könnte darinn nicht anders kommen, als daßentweder der Angeklagte frcy gesprochen oder verdammetwürde; anstatt daß in unsern Jnquisitionsprocessen, wodiese Form auf die Seite gesetzt wird, der unüberwieseneBeklagte nicht immer frey gesprochen, sondern oft um des-willen, daß er sich eines Verbrechens sehr verdächtig ge-macht hat, ein paar Maymonate nach einander ins Zucht,hauß gesetzt werden kann. In England muß sogar der Kö-nig, wenn keiner für einen unschuldig ermordeten um Ra-che schreyt, die Klage wegen eines verlohrnen Unterthanenanstellen, damit kein Jnquisitionsproceß daraus entstehe,sondern der Beklagte, wenn der Beweist gegen ihn nicht

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