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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
265
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Johann seyd doch so gut. 265

warten, den Nachmittag seine Geschäfte thun, und inder Nacht zu Fuße neben seines Herrn Pferde nach derStadt traben; anstatt daß er sonst gerade nur dasjenigethak, was er thun moste, so oft ihm sein Herr ohneVorrede: Johann thue das, sagte.

Der Oberste welcher mit von der Gesellschaft gewesenwar und die Unverdrossenhcit des jungen Menschen be«wunderte, bat den Hauptmann inständig, ihm diesen Be-dienten zu überlassen; lange hätte er gewünscht einen sol-chen Kerl zu haben, alles Gesinde ivas er hätte, wäreträge und faul, und man müßte den Leuten alles wassie thun sollten, ins Maul stopfen, ohnerachtet er dochmeinte, daß sie es besser bey ihm hätten als sonst irgend-wo in der ganzen Stadt, und daß er ihnen den Lohnnoch kürzlich verbessert hätte . . .

Von Herzen gern, sagte der Hauptmann, allein derHerr Oberst müssen mir einen von den ihrigen wieder über-lasten, weil ich so gleich keinen andern habe . . .

Gut, der Wechsel wurde vollzogen; Johann kambey dem Herrn Obersten, und Peter, ein fiockischer Maul,affe, bey dem Hauptmann. Kaum waren acht Tagevorüber: so führte der Oberste seine vorige Klage, undJohann, dem er doch seinen Lohn verbessert hatte, warnicht besser als die übrigen. Peter hingegen wollte sichfür den Hauptmann, der ob er gleich bisweilen mit Stock-prügeln drohete, allemahl zu rechter Zeit ein gutes Wortgab, zu Tode laufen.

Ich weiß nicht, wie Sie es in aller Welt anfangen,sagte der Oberste zu ihm, daß ihre Leute Ihnen so gutdienen; ich gebe den Meinigen einen bessern Lohn, siehaben mehrere Freyhcit und weniger Arbeit als bey Ihnen,sie erhalten überdem so viel Spielgelder, und doch . . .

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