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2 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
258
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2Z8 Das kro und Lontrs

tenen Körbgen darbietet, soll so schön seyn, wie fl«Guivo Rem immermehr hätte mahlen können, und diehochgeschürzte Bäurin, welche ihre Krautköpfe im Hin«tergrunde feil bietet, dem flandrischen Raphael Ehre ma-chen können . . .

Aber . . . nun was für ein Aber? werden Sie viel-leicht fragen aber dabey keine Eatyre auf uns armeLandstädter, welche diesen großen und gerechten Vorzugder Hauptstädte entbehren müssenz oder ich fahre auf inmeiner erhöhetcn Empfindung, und mahle Ihnen miteben so fetter Farbe, obgleich mit einem härter« Pinselein Stück daneben, was Sie auf eine nicht so sanfte Artrühren soll. Mit Schrecken sehe ich es an, wie die Wei-ber Ihrer guten Landleute alle Tage, die Gott werdenläßt, zur Stadt laufen, und keine andre Seligkeit ken-nen, als dort die Zeit zu verlaufen. Die Haushaltungentbehret ihren Fleiß, das Gesinde mit den Kindern ihreAufsicht, und das Haus ist leer von allem was einerechtschaffene Hausmutter für sich haben muß. DenMorgen verplaudern sie unter Wegens oder auf demMarkte, und den Nachmittag sitzen sie in den Schlupf-winkeln vor den Stadtthoren und lernen Kaffee, Thee,Muscatwein und der Himmel weis wie viel mehr süßeNäschereyen kosten. Ein Lheil des gelöseten Geldes istschon für Bändgen und Blümgen in der Stadt versplit-tert, und hier wird ein guter Theil des Ueberrestes ver-naschet, der Mann aber des Abends mit Lügen, wieschlecht der Preis gewesen, und wie man dieWaare halbnmsonst habe hingeben müssen, berichtet. Von kleinenBetrügereyen gehen sie bald zu größer» über, und zuletztentstehn sie der Haushaltung alles was nur verkäuflichist, um ihre Eitelkeit und Gewohnheit zu befriedigen.

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