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2 (1778) Patriotische Phantasien
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242 Ein gutes Mittel

I.IV.

Ein gutes Mittel wider die böse Laune.

Von einer Dame auf dem Lande.

^ch muß Ihnen in der Geschwindigkeit eine Entdeckungmittheilen, die ich in der vorigen Woche gemachthabe. Mein Mann und ich waren so unaufgeräumt alszwey Eheleute bisweilen seyn können, wie sich eben Herrund Frau . . . bey uns ansagen ließen Nun so wollteich . . . fuhr mein Mann heraus, man kann doch kei-nen Augenblick auf dem Lande allein seyn; es ist docheben keine Zeit um zu schmausen, da so viele arme Men-schen Hunger leiden, und ich weiß nicht was den Leutenankömmt; es sind ja erst vierzehn Tage, daß sie uns besu-chet haben. Und ich bin auch nicht im Stande, stim-mete ich ihm grämlich bey, einen Besuch anzunehmen,indem ich noch in meinem ersten Neglige und wahrhaftigaußer Stande bin, diesen Mittag einen Braten zu schaffen.Indessen, und da die Gäste schon vor dem Thore und zweyMeilen gefahren waren, mußten wir doch die Antwortsagen lassen: es sollte uns viele Ehre seyn.

Nun! sagte mein Mann, das wird eine recht schöneGesellschaft seyn; ich bin nicht im Stande drey Worte zusprechen, und du . . . O! antwortete ich ihm, hierist nichts zu thun, als wir müssen beyde eine Rolle spie-len; ich will die allerliebste Frau und du sollst den aller-liebsten Mann agiren; wir wollen sehen ... In demAugenblick kamen unsre Gäste auf dem Platz gefahren,und wir machten den Anfang unsrer Rolle so vortreflich,daß die guten Leute ganz entzückt darüber wurden. Dierührendsten Versicherungen der Freude über ihre Ankunft,

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