L40 Die wahre Gewissenhaftigkeii.
glücklich seyd, ein Land oder Schiff zu entdecken, das euchzu Hülfe kömmt? . . . Die Noch verstauet keine langeUeberlegung, die Würfel wurde» herbey gebracht, undunser Barbier lhat den ersten Wurf; der zwar ziemlichhoch, aber doch nicht so hoch war, daß er sich nicht dieHoffnung machen konnte, von den übrigen, deren nochsieben und zwanzig waren, übemoff n zu werden. DerSteuermann warf nach ihm, aber sehr wenige Augen;ihm folgte einer nach dem andern mit gleichem Glücke bisauf den Columbus, der zuletzt werfen sollte. Hier riefendie Matrosen einhellig, er solle und dürfe nicht mit wensen, indem sie ihn nicht entbehren könnten, wann erauch so unglücklich seyn sollte den Barbier abzuwerfen.Allein er dachte in dieser Noch, wo ein Mensch so gutwie der andre ist, an keine Vorzüge, und an keinenRang; griff dem Steuermann die Würfel aus der Hand,
und warf-eben wie die andern, weniger als der
Barbier, der ihn mit vielem Eyfer überzeugt hatte, daßer sich ohne Nachtheil seiner Ehre dem Loosen nicht ent-ziehen könnte. Dieser mußte also zuerst daran, und dasEchiffsvolk verzehrte schon den fetten Körper, der sichHey Tropfen und Pulvern und etwas heimlichen Zwiebacknoch am besten gestanden hatte, mit grimmigen Äugen,als er sich großmüthig schüttelte und mit einem Muthe,de» ihm die Todesangst cinflössete, die übrigen also amredete:
,.O der seligen Stunde, da ich mein Leben für meine„besten ^v-unde aufopfern kann! Wie sehnlich habe ich„mir jederzeit v«fes glückliche Loos gewünscht! Nächst„dem Tode fürs Vaterland ist nichts sanfter als für seine„Freunde zu sterben! . . . Aber meine theurestcn Freun»„de! Eins , . Ems. , «ruß ich euch sagen; ich muß