über die Lustbarkeiten. 2zz
bin ich arme Hexe gefangen, ich kämpfe nur noch auf derFlucht, und mehr um meine eigne Schwachheit zu verhelen,als den Sieg davon zu tragen. Wenn Sie es durchauswissen wollen, antwortete ich ihm ganz leise ins Ohr: sowill ich Ihnen wohl gestehen, daß ich beständig beyde Flü-gcl geschlagen habe, um zu fliegen, aber nicht einen Dammen breit von der Erde gekommen bin. Wir jagten allenach der Lust, und keiner erhaschte sie. Bey der Tafel schieneiner den andern zu fragen, wo sie bleibe. Man versuchteden Ton der Freude; er wollte sich aber nicht finden. DieTrinker ließen die Gläser erklingen, währender ZeitI ihr Geistlange Weile hatte, und beym Tanze waren nur die Verlieb,ten recht munter, die übrigen folgten dem Reihen, weil jsieeinmal da waren; und wie es Zeit war aufzuhören, gienrgen die mehrsten gern zu Bette. Kurz, es fehlte, ich weisnicht was; und keiner schien diejenigen Bedürfnisse zu füh-len, welche zum wahren Genuß der Freude gehören.
Wer ist zufriedner als mein Mann, wenn ich seinem klei-nen philosophischen Stolze dieses Opfer gebracht habe?Sollte er aber in der That recht haben, liebste Freundinn?und sollte die Eitelkeit und das Vergnügen vergnügt zu schei-nen nicht mit zur Rechnung gebracht werden dürfen? Solltedie mächtige Begierde zu glänzen, zu verschwenden und inaller Welt Augen als die glücklichste Person zu erscheinen,nicht auch ihre Rechte haben? Und hat mein Mann nichtunrecht, wenn er im Essen und Trinken weiter nichts alseine Befriedigung der ersten Bedürfnisse sucht, und ohneDurst keine Lust am Trinken findet? die Forderungen mei-nes Magens sind sehr geringe; aber dem ungeachtet, sehe ichgern achzig Schüsseln auf der Tafel. Was ist die dunkleGemüthsruhe und die sogenannte innerliche Zufriedenheit-egen die Befriedigung einer angenehmen Leidenschaft 7 Wer
nichts