Original als Copey zu seyn. 227
den. Er glaubt zu gefallen, wenn wir ihn zur Puppe er-niedrigen, und seinen Anzug in eben der Absicht loben, wo-mit wir unfern Schooshündgen die Ohren zerren. Sie,mein Herr, fuhr siegegen mich fort, werden hoffentlich dembessern Lheil unsrer Nation die Ehre erweisen, und sich da-durch nicht irren lassen. Wenn Sie einige besondere Thor-heiten aus ihrem Vaterlande mitgebracht haben.- so gönnenSie uns das Vergnügen, den Contrast zu bemerken, undseyn versichert, daß wir auch unter demselben Verdienste zuerkennen wissen.
Mein junger Franzose fand dieses göttlich, und breiteteüberall zu meinem großen Vergnügen die komische Sceneaus, welche er mit seinen Bären gespielrt hatte, wodurcher mir in kurzer Zeit so viele Achtung erwarb, daß ich mei-nes Schneiders gar nicht mehr nöthig hatte.
Ich erzählte bey meiner Wiederkunft diese Geschichteeinem guten Bürger, welcher sich in seinem braunen Kleideimmer hinter der Hausthüre stellete, so oft sein Nachbar,ein Kannengieser, in einem rochen Manfchester auf die Gassetrat. Aber versetzte er, die Großen in der Stadt sind so,daß sie einen ehrlichen Bürgersmann nicht über die Achselanschen, wenn er nicht Staat macht; meine Frau schämtsich bereits mit mir in die Kirche zu gehen, und meine Ma,demoiscllen Töchter stutzen vor -mir hin, ohne mich anzuserhen, da ich doch ihr würklicher Vater bin, und ihnen ihrenFlitterstaat im Schweis meines Angesichts erworben habe.Was das erste betrift, erwiederte ich ihm: so bin ich gewiß,daß die Großen in der Stadt eben wie die französische Oamedenken; daß sie in der Nachahmung des Kannengiesero, diespielende Copey eines vielleicht guten Originals fanden, unddaß der König selbst mehr Achtung für die Verdienste eines-roßen Künstlers, als für das sammelene Kleid eines franrP 2 zösifchen