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Das Siegesdenkmal auf dem Kreuzberge bei Berlin, errichtet 1821, erneuert 1879
Entstehung
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zu stellen. Die Großartigkeit dieses Unternehmens wird ersicht-lich, wenn man erwägt, daß das Gesammtgewicht des Denkmalszu p. p. 200000 Kilogramm ermittelt wurde, wovon zwei Drittelauf das Eisen, ein Drittel auf die Ausmauerung des innerhalbder Säule sich bildenden Hohlraums zu rechnen sind. Der Planfür die Ausführung der Arbeit wurde von dem Geheimen Ober-Bau-Rath Schwedler entworfen. Die Special-Projecte sindvon dem Baumeister Krüger unter Mitwirkung der Technikerder hiesigen Hoppe 'schm Maschinenfabrik aufgestellt worden. DieAusführung leitete der Bauinspector Häger und der BauführerMüller. Die Hebung selbst erfolgte durch zwölf hydraulischePressen, von denen jede bei einem Wasserdruck von dreißig At-mosphären mit einer Hebekraft von 16000 Kilogramm arbeitete.Eine besondere Schwierigkeit trat zu der gestellten Aufgabe dadurchhinzu, daß die Forderung gestellt wurde, mit der Hebung desDenkmals zugleich eine Drehung desselben um feine eigene Axeim Betrage eines Winkels von 20 Grad 46 Minuten in Aus-führung zu bringen, um dadurch das Denkmal genau in die Axeder auf das Denkmal zuführenden Großbeerenstraße zu stellen, vonwelcher aus ein directer Aufgang zu demselben projectirt ist. In-nerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Monaten war die Aufgabevollständig gelöst. Das Denkmal ist um 7,97 Meter über denalten Standpunkt gehoben worden, so daß der ganze neue Unter-bau etwa eine Höhe von 11 Meter erreicht. Der Boden,auf welchem das Denkmal steht, wird von 120 aus Bruchsteinenaufgemauerten Pfeilern getragen, die von einer aus gleichem Ma-terial ausgeführten Umfassungsmauer eingeschlossen sind. 61 Gra-nitstufen führen zu jener Grundfläche empor. Das Denkmal selbsthat in allen seinen Theilen eine Erneuerung erfahren, welche dieSpuren der zerstörenden Macht eines halben Jahrhunderts anihm zu tilgen hatte, und ist in seiner gegenwärtigen Verjüngungschöner, als je zuvor. Möge es das Andenken an eine große Zeitkräftigend hinübertragen in die spätesten Geschlechter!

Druck von C, Schulze u. Eo. in Tchmiedeberg, Provinz Sachs«!.