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Das Siegesdenkmal auf dem Kreuzberge bei Berlin, errichtet 1821, erneuert 1879
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mals statt. Zur Theilnahme an dieser Feierlichkeit waren diePotsdamer Garnison, das sechste Cürassier-Regiment (GroßfürstNicolaus) und die Berliner Garnison beordert worden. DieseTruppen nahmen, in vier Treffen geordnet, dem Monument gegen-über Aufstellung. Am Fuße des Denkmals waren die KöniglichenPrinzen und Prinzessinen, die Minister, die Generalität, die Mi-litair-Geistlichkeit beider Residenzstädte, der älteste Prediger jederBerliner Gemeinde und Deputationen von allen Regimentern derArmee versammelt. Bei der Ankunft des Königs machten dieTruppen die militairischen Honneurs, die Sänger des ersten Garde-Regiments intonirten die geistlichen Gesänge und der BischofEylert sprach das Einweihungsgebet. Mit einer dreimaligenGeschützsalve und dem Vorbeimarsch der Truppen schloß die Feier.Der Tempelhofer Berg hieß von nun an der Kreuzberg.

So hatte das Denkmal auf dem Kreuzberg 55 Zahr langgestanden. Von Tausenden war es besucht worden, zunächst vonSolchen, denen es die Erinnerungen ihres eigenen Lebens wach rief,dann von den Jüngeren, denen es von einer glorreichen Vergangen-heit erzählte. Dabei kam, wenigstens in den ersten Jahrzehnten, derweite Ausblick, der von hier aus ans Berlin und seine Umgebungsich darbot, zum Mitgenuß. Es wird behauptet, daß man vomKreuzberg aus unter günstigen Umständen einen Umkreis von siebenbis acht Meilen im Durchmesser mit 12 Städten und 53 Dörfernhabe übersehen können. Allein schon 1844 klagt der damaligeDirektor der Königlichen Museen, Waagen, daß das Denkmallange nicht so viel gesehen wird, als der Gegenstand und derKunstwerth es verdienen." Wie viel Antheil an dieser Erscheinungauch das naturgemäß sich vollziehende Zurücktreten der vergange-nen großen Zeit in dem Gedächtnis; der Gegenwart haben mochte,so war doch nicht zu verkennen, daß das Denkmal selbst durchdie Masse der von allen Seiten es umringenden Neubauten vonJahr zu Jahr mehr dem Auge der Umgebung entrückt ward. Soentstand der Gedanke, das Denkmal zu heben und esdurch Untermauerung aus eine höhere Grundfläche