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Vorderen, der rücklings überhängt, ist in energischerModellirung von grösster Kraft und Wirkung. Er erinnertsogar einigem assen an eine der Schlüterschen Maskensterbender Krieger am Zeughaus zu Berlin, und das istum so interessanter, als auch der andere Kopf auf derRückseite einen Gedanken, den Schlüter bei einem seinerSchilde nach der geistreichen Vermuthung Dohme’s 1 ) ver-körpert hat: „die endlich auch absterbende Kriegsfurie“ zuvariiren scheint.
Grupello lässt hier unter den Tatzen der Löwen undden Kriegsemblemen einen sterbenden, maskenhaft ver-zerrten weiblichen Kopf hervorragen, der ebenfalls nachhinten überhängt, dessen Hals durch ein Beil abgetrenntscheint und dessen zugehörige linke Hand eine Schlangekrampfhaft gefasst hält. Wir sehen also vorne den sterbendenüberwundenen Feind, als solcher durch die um den Halsgeschlungene Kette und den abgebrochenen Schwertgriffin der Faust charakterisirt, hinten die sterbende Furiedes Krieges.
Nun hat Grupello nachgewiesenermassen den „Königvon Preussen“ also den ersten Friedrich modellirt, denndas Inventarium nennt unter No. 104: „Noch ein portraitvon Marmor des abgelebten Königs von Preussen“ (Fried-rich I. starb 1713). Der Künstler scheint also irgend welcheBeziehungen zu Berlin gehabt zu haben, sei es, dass erselbst dort war, um den König zu modelliren, sei es, dassman ihm von dort Bilder des Königs gesandt hat. Sehrleicht möglich ist es, dass er auf die eine oder andereWeise auch mit den damals schon epochemachendenSchlüterschen Arbeiten bekannt geworden und durch siebewusst oder unbewusst beeinflusst worden ist.
Nach oben wird der Sockel von drei Trophäen, Palmenund Lorbeerzweigen flankirt. Die Trophäe der Vorder-seite zeigt die Waffen des Hercules, Keule und Löwenhaut;die auf der rechten bezw. linken Seite (vom Beschaueraus) mit Schärpe und Korbdegen ist eine Rüstung aus derZeit des dreissigjährigen Krieges, die auf der linken Seite
') Die Masken sterbender Krieger von A. Schlüter. 24 Tafeln inLichtdruck. Text von R. Dohme, Berlin 1877.