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f ast so alt, wie die Geschichte der Kunst selbst, sinddie Nachrichten über Freundschaftsbündnisse geist-reicher, prachtliebender Fürsten mit begabten Künstlern,und gar manche ansprechende Ueberlieferung weiss unsvon innigen, auf gemeinsamer Liebe zur Kunst begründetenVerhältnissen zwischen Männern verschiedenster Lebens-stellung zu berichten. Für den Künstler mag die Gunst desMäcens, „des Medicäers Güte“, fördernd, ja fast unentbehr-lich sein: nicht minder bedeutsam erscheint andererseits derideale Vortheil,Men ein gross schaffender Meister seinem fürst-lichen Herrn zu bieten vermag. Viele Mächtige der Erdehaben es jedenfalls richtig erkannt, dass ein Denkmalvon der Hand des befreundeten Künstlers ganz besonders ge-eignet ist, des Herrschers Name und Gestalt auf Jahr-hunderte hinaus kommenden Geschlechtern unvergesslichzu machen.
Auch Kurfürst .Johann Wilhelm (1689—1716) verdanktseine Volksthümlichkeit in Düsseldorf nicht allein seinerpolitischen Wirksamkeit und dem Bestreben, durch dieAnlage einer grossen und berühmten Gemäldesammlungseine Residenz zum Mittelpunkt künstlerischer Interessenam Niederrhein zu machen, sondern ebensowohl dem ausder Meisterhand Grupello’s hervorgegangenen Reiter-bildniss auf dem Düsseldorfer Marktplatz, das uns nochheute "die Gestalt des um unsere Stadt so hoch verdientenFürsten in fesselnder Weise nahe rückt.
Aber nicht von diesem Reiterbild soll hier eingehendgeredet werden, auch nicht von der Marmorstatue aufdem alten Gallerieplatz, dem jetzigen Hof der Kunst-gewerbeschule, noch auch von der vortrefflichen BüsteJohann Wilhelm’s in der Academie, sondern von einemvierten, kleineren, aber nicht weniger kunstvollen Denk-mal des Kurfürsten, das von dem begabten Bildhauer