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heim von der Pfalz, der seit 1690 in Düsseldorf residirteauf sich gezogen. Der Fürst, der die Pflege der Kunstnicht nur als eine unumgängliche, von dem roi soleil inParis den deutschen Duodezherrschern dictirte Modesachebetrieb, sondern dieselbe gewissermassen als ein väter-liches und grossväterliches Erbe von Wolfgang Wilhelmund Philipp Wilhelm übernommen hatte, ging mit grossenPlänen für die künstlerische Ausgestaltung seiner Residenz-stadt Düsseldorf um. Seine grossartigen Bauprojecte sindbekannt; durch den Maler Chevalier Douven und Anderesammelte er kostbare Gemälde, die mit den, im Braut-schatz seiner Gemahlin befindlichen, die weltberühmteDüsseldorfer Gallerie bildeten. Er hatte eine Anzahlvon Malern, Niederländer, Deutsche und Italiener um sichgeschaart, die zu den besseren ihrer Zeit gehörten.Italienische Musiker und eine italienische Oper folgtenspäter, und da durfte denn auch die Bildhauerkunst nichtleer ausgehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass derKurfürst die Errichtung einer grossen Reiterstatue vonvornherein schon damals in’s Auge gefasst hatte und zudiesem Zwecke einen tüchtigen Bildhauer an seinen Hofzu fesseln suchte. Bei den vielfachen Beziehungen zuden benachbarten Niederlanden, die der kurfürstlicheHof besass und dem Ruf, den Grupello sich erworbenhatte, kann es nicht Wunder nehmen, dass die Wahl desKurfürsten auf ihn fiel. So siedelte denn Grupello imJahre 1695 nach Düsseldorf über. Sein Patent als Hof-statuarius datirt vom 3. Mai dieses Jahres.
Während seines Aufenthaltes in Düsseldorf bis zumTode des Kurfürsten, also während der nächsten 21 Jahre,entwickelte Grupello eine überaus rege Thätigkeit. DasInventar der nach dem Tode des Kurfürsten vorhandenenfertigen Arbeiten, Entwürfe etc. umfasst nicht wenigerals 121 Nummern.
Im Jahre 1698 heirathete Grupello, damals also schonein Mann von 54 Jahren, Maria Anna Dautzenberg,Tochter des Kurfürstlichen Rathes und Advocatus fisciDoctor Dautzenberg und der Elisabeth Bourscheidt, vonder er sieben Kinder erhielt. Im Jahre 1703 beginnendie Vorarbeiten zu dem grossen Reiterdenkmal auf dem