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tcn für die Brüder. Diese Liebe ist bis heute die KraftAller geblieben, die Gottes Reich nicht in Worten suchen, dieKraft, welche wohlthnt ohne Ende und zugleich die beglückt, inwelchen sie wirkt — mehr beglückt, als die Pracht der ver-gänglichen Welt!
Darum hat auch unser Freund dem Apostel nachsprechenwollen: Geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.
Leben. Was ist Leben? Athmen, existircn, da sein —ist das Leben noch nicht. Sieh' den lebenden Banm an! Ersteht nicht nur im Boden, nein, er zieht allen Saft, der ihnumgibt, an sich und saugt ihn ans, um die .Kräfte zu entfalten,die Gott in ihn gelegt hat, verarbeitet sic und bildet sie um,indem er sic in Blätter, Zweige, duftende Blüthcn und nährendeFrüchte verwandelt. So ist das ein lebendiger Mensch, der insteter, täglich sich erneuernder Arbeit die Dinge und Verhält-nisse, in welche Gott ihn eingcpflanzt, annimmt, sie gestaltet,so viel er Kraft hat, immer nach oben blickend und die höchstenZiele im Auge, erquickende Blüthcn und segnende Früchteschasst. Solche Arbeit ist ihm Genuß, ist Glück, istLeben.
Und Friede. Da kommt zur Unruhe der Arbeit dieRuhe. Wer geistlich gesinnt ist, wächst, wie die Pflanze, nichtnur nach oben, sondern auch nach unten. Nach unten in dieVerborgenheit. In die Freude an Gott, der seine Welt sostille regiert, der das Große mit kleinen Mitteln, das Herr-lichste so nnscheinlich zu vollbringen versteht.
In einem geistlich gesinnten Herzen ist immerBeides zusammen: Kamps und Ruhe, Arbeit undErq uickn ng, Wer kt a gssinn und Sabbathssi nn, Le-ben und Frieden.
Wir haben davon auch bei unscrm Freunde etwas erfahren.