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daß es davon gleichsam durchdrungen und vergeistigt werde, undalso doppelten Werth für uns erlange.
Und wenn ich jetzt meine Aufgabe darin sehe, durch meinWort uns dahin zu führen: wie, frage ich, soll ich es an-sangen? Ich denke so, daß ich das Lieblingswort, das Loo-sungswort des geliebten Freundes, das Wort, das seinen Grab-stein im fernen Lande schmückt, vor euch laut werden lasse, undes versuche, darnach uns zu deuten, was wir an ihm gehabtund verloren haben.
„Geistlich gesinnt sein, ist Leben und Friede!"
Ein frommes Wort. Das Bekenntniß des großen Heiden-apostels Paulus, der, nachdem er für sein hochschlagendcs Herzdas rechte Leben und für sein tiefes Gemüth den Frieden langevergeblich gesucht, beides zugleich in Jesus gefunden, demMenschensohn und Gottessohn; in Jesus, der da Geist ist unddem wir ähnlich werden sollen, indem wir als geistlich Gesinnteihm Nachfolgen.
Es gibt fleischlich gesinnte, sündlich gesinnteMenschen. Zu viele, ach, lernen wir täglich kennen. Sielassen von ihren natürlichen Trieben sich leiten und nehmen einEnde mit Schrecken. Denn weil der Mensch nicht beschränkte,nicht von angeborenen Gesetzen im Zaume gehaltene Triebe insich trägt, sondern unbeschränkte, und seine Aufgabe ist, durchden Geist das Fleisch niederzuhalten, so sind alle die verloren,welche davon nichts wissen wollen. Auf den Wogen selbstsüch-tigen Wohllebens fliegt ihr Schiss mit wehenden Wimpeln wieim Sturm dahin — ihr Leben ist fast nur ein schnellesSterben — zerschellt an den Klippen hosfärtiger Lust, undunbeweint und unbeklagt verschwinden sie.
Wir kennen irdisch gesinnte Menschen. Nicht zwar ausden wilden Regungen der Sünde nehmen sie die Beweggründe