Aus Schulsaals Wänden tönet des Geistes stilles Wort,
Des Lebens Strom ergreift es und trägt es brausend fort.
Und allerorts, wohin es der Strom des Lebens trägt,
Das stille Wort der Schule sich hörbar weiter regt:
Vom Richterstuhle spricht es, was Landes Fug und Recht,In Künstlers Werkstatt flüstert's, was wahr ist und was echt.Es weht im Hauch der Dichtung, tönt in der Wissenschaft,Es flammt im Feu’r der Essen als angewandte Kraft,
Im Klang der Kirchen glocken, in Heer’s Commandoschall,Wo geistig Wesen wirket, da tönt es überall.
Im offnen Meinungskampfe, in Staatsmann’s engem Rath,
Es tönet immer wieder, es ward das Wort zur That.
Und aus der Eluth des Lebens ruft es dem Manne zu:
Du schaffst und wirkest weiter auch jetzt in Rast und Ruh!An allen geist’gen Kräften, entsprossen deinem Wort,
Bist tief du noch betheiligt und wirkst in ihnen fort.
Der Lärm des Tag’s verstummte, die luchter gingen aus,
Ein einsam Lämplein brennt noch in einem stillen Haus.
Da sitzt der Mann noch immer und lauscht hinaus in’s Land.Doch ist die Stirn geglättet, der Zweifel ist verbannt.