2. Die Familie Schevastes.
Das 8. Kind aus der Ehe des Johann Gabriel von Fabri — 69 — und derMagdalene von Schoenebeck war die am 21. 10. 1722 in der St. Remigius-pfarre zu Bonn getaufte
85a Maria Magdalena vonFabr i. Sie war die Zwillingschwesterder Maria Elisabeth von Fabri — 85 —.
Maria Magdalene war zunächst seit 1747 verheiralet mit dem am17. 11. 1715 zu Vilich bei Bonn geborenen Johann Peter KarlScheva,ft e s, der aus einer angesehenen Vilicher Familie stammte. EinBruder wind 1756 als StiftsEapitular von St. Cassius in Bonn erwähnt.Er selbst war SchnUheiH von Vilich und ist allein 'Anschein nach schonfrüh gestorben (wohl zwischen 1760 u. 1765).
Maria Magdalene wird als Taufpatin in der Familie Fabri in denJahren 1733, 1737, 1743 und 1745 ausgesührt.
Aus ihrer Ehe mit Schevastes gingen 4 Kinder hervor. Rach dem Todedieses ihren Gatten heiratete sie den Rittmeister Albert Josephvon Schaumburg, von dem wir nichts Näheres wissen. Aus dieser2. Ehe stammen 3 Kinder. Sie starb am 22. 12. 1773. Ihr Testamentvom 15. 8. 1773 ist noch ini Privat besitz der Maria Therese Uerdingen<—588—) vorhanden.
Ihre Nachkommen sind folgende:
507 1. Alexander Joseph Anton Schevastes, Vilich 10. 6. 1749 — Vilich 1823
Kanonikus zu Vilich >)
502 2. Maria Elisabeth Petronella Schevastes-), Vilich 23. 3. 1751 —
Vilich 20. 7. 1799
X Köln 26. 9. 1775 Johann Joseph Dreisen, Vilich 18. 9 1749 —Vilich 26. 8. 1803
563 a. Franz Dresen,, * Köln 13. 7. 1776, Obersteuereinnehmer und
Gutsbesitzer zu Lombahn, unverheiratet, P Vilich 1852
r) Als Kanonikus von Vilich leistete er nach Aushebung des St. Peter Stifts beider Säkularisation im Jahre 1803 der Nasswäschen Regierung als Nachfolgerin desKölner Kurfürsten den Treueid. Er gehörte auch zu den Collatoren der FamilieFabri, welche im Jahre 1809 den Pfarrer Schieren zu Ittenbach ernannten und des-wegen von den Ittenbacher Eingesessenen befehdet wurden, (Annalen des hist. Vereinsfür den Niederrhein 31, 150.)
r) Elisabeth trat auf Wunsch ihrer Eltern vor 1773 in das Kloster 6e lu Lon-Zregation cle blotre Dame zu Bonn ein. Am 20. 8. 1775 wurde sie von ihrem heim-lichen Verlobten I. Dresen zu Pferd nach gündorf und von dort auf einem Kahn nachKöln entführt. Hier von der Geistlichkeit jedoch zunächst wieder in Gewahrsam ge-nommen, wurde sie erst nach «dreiwöchigen schwierigen Verhandlungen ihrem Verlob-ten zurückgcgeben. (Aus dem Tagebuch des I. Dresen.) lieber die Familie Dresenvergl. Geschichte des Dekanats Bonn II, S. 54. 305.