507
(Bezgl. der Familie Neesen vergl. weiter: Geschichte des DekanatsGrevenbroich/)
Zu Nr. 77: Auf S. 48 Randvermerk: S. 507
Aldegunde (nicht Adelgunde) Neesen, geborene von Heupgenstarb nicht am 15. 3. 1789 sondern am 15. 5. 1798. Sie hattenach Angabe des alten Stammbaumes 9 Kinder, von denen 4 inijugendlichen Alter gestorben sind.
Johann Gabriel Neesen wurde am 4. 2. 1756 churkölnischer Vogtund Scheffe zu Bonn. Im Churköln. Hofkalender von 1759 erscheinter als Wirklicher Hofkammerrat; sein Patent als Churköln. Hofvatist vom 23. 12. 1763, im Hofknlender wird er von 1766—1770als conseillei- intime sctuel, 1771 als Wirkt. Gelehrter Hofrat ge-führt, nachdem er am 25. 8. 1767 das durch Ableben des GeheimenHofrats und Hofkammerdirectors Fumetti — 764 — freigewordeneHofrntsgehalt von 500 klorins erhallten hatte. In ldem Hofkalenderwird er dann von 1778—1793 als Geheimer Rat geführt. SeinPatent als Kurfürst!. Geheimer Rat ist vom 7. 6. 1786.
Auch er hatte am 16. 5. 1742 die Tonsur erhalten, ohne späterGeistlicher zu werden.
Die weiteren Nachkommen der Eheleute Johann Gabriel Neesenund Aldegunde Katharina Heupgen (vergl. Anm. 1 auf S. 49)folgen auf Seite 530 dieses Nachtrages als N. 201—421.
Nr. 73--: Auf Seite 49. Randvermerk: S. 507(Einzufügen nach Nr. 73)
Johann Peter Joseph Neesen, getauft am 21. 1. 1734 in St.Remigius zu Bonn, war Kanonikus und Kurpfälzischer GeistlicherRat. Seine Priesterweihe erhielt er am 1. 11. 1762 und leineErnennung zum Geistlichen Rat durch Patent des PfalzgrafenKarl Theodor vom 16. 6. 1787.
Am 10. 4. 1780 erhielt der Kanonikus Neesen am St. Cassiusstiftzu Bonn als msZister ornstus den Auftrag, einen weißen undeinen gelben Schlafrock für 1114 Carolin zu kaufen, um darausKafeln wieder herzustellen, welche der Kirche während der Fran-zosenzeit im 17. Jahrhundert abhanden gekommen waren.(Maaßen, Geschichte des Dekanates Stadt Bonn I S. 143).Ebenda (S. 174) wird berichtet, baß die Samstagsandacht zu Ebrender all er seligsten Jungfrau Maria in der St. Martinskirche zuBonn von dem ehemaligen Kanonikus Geistlichen Rat Neesen ge-stiftet worden sei.
In einer noch in Privatbesiß Neesen vorhandenen Eingabe bitteter, da er vorher 14 Jahre lang in Bonn in Lehr- und Predigtämterntätig, und 8 Jahre lang Vorsteher des Bonner Schulhauses ge-wesen sei, den Kurfürsten von Köln um weitere Zuweisung seinerfrüheren Pension von lOO Rthlern, die ihm entzogen worden war,als er nach Aufhebung b?r Iesuitenanstalt ein Kanon'kat bei demStifte in Düsseldorf erhalten hatte. Er begründet sein Gesuchdamit, daß sein Vater und seine Voreltern ihrem gnädigsten