Hiebey aber wegen des halben Hofs Norbißrath erklehre mich fernersdaß der phechter zu Norbißrath meinem lieben Mann jehrlichs die sechsMalter Gerst Item das feiste schwein oder an platz des schweins ZehnReichsthaler Kleinphacht lieferen solle, wogegen mein Mann sich obligirtder 1. Baaßen Maria Agneten pangh im Kloster Meyl proseß solang sielebt Jehrlichs sechs Reichsthaler ^ 80 alb. und dan dem Weiteren Ger-hardt adamen pangh proseß zu Heisterbach jehrlichs fünff dergleichenRthlr. Zum Spielpfennig auszuzahlen. Solle nun Mein Mann Vor ihnenbeyden Sterben, so haben sich beyde am Hof Norbisrath dieserthalb zuhalten. Sterbt aber einer auß ihnen Vor meinem Mann, so soll derselbenach absterben eines nur allein das feiste Schwein lebenslang genießen,umb den noch zu zahlen übrigen spielpfennig darauß abzustatten; Ster-ben sie beyde Vor Meinem Mann so hatt er auch weder die sechs Maltergerste, weder das feiste Schwein zu genießen, dan nach beyden christlichenTodt der Spielpfennig auch vernichtet ist.
Weiterst schencke ich im fall keine Kinder hinterlaße wie Vorsagt,Meinem Hr. Bruderen die silberne übergoldte Mühl Von Meinem fehl.H. Öhm Herkömmendt.
Item verehre ich in mehrgesagt jetzt angezogenen fall dem Vetteradamen Cratz von gulich 25 Rthlr. dem Hendrichs Cratz anuh25 Rthlr. Item der Juffer Renera catharina Keßel 25 Rthlr. sampt einemschwartzen Rock und unterrock. Item das Kloster Vincentz schenke ich imfallwie supra hundert Reichsthaler, wovon die jetzige Mutter Eelena Mörsch-bach lebenslang die Pension zu 4 procento genießen, nach ihrem Todt aberdas Capital dem Kloster Verbleiben soll, damit Von dem Interesse dasÖehl in die Lamp vor dem Hochwürdigsten Sacrament des altars Tag undNacht brennendt besser unterhalten werden könne. Zu welchem endt eseintzig und allein soll angewendet werden. Letztlich soll mein Mann ge-halten sein auß meiner ihm geschenckten völligen Erbschafft wie obgesazt,alsobaldt nach meinem Todt eine wöchentliche Meß zu fundiren umb Mon-tags zu Trost Meiner und der meinigen Sehlen gelesen zu werden ineiner Kirchen und umb eine Stund, die Mein Man zu größerer Ehrgottes Nützlich zu sein befinden wirdt und hierzu dreyhundert Reichs-thaler 4- 80 alb. Verwenden, die welche er biß zur ablag, welche nach sei-ner gelegenheit geschehen soll, mit Vier procento verpensioniren solle,womit dießes schließend will daß dieser mein will geschehen solle, es werdenun selbiger gehalten aufs weiß eines testaments oder Codicills oderfideicommiß oder schänckung unter lebendigen oder befürchtenden Todts-halber, oder auf alle andere ersinnliche weiß, damit nur dieser mein willwie er hiervor außgedrückt seinen gantzlichen effcct erreiche gestalten ichobige Clauselen wohl wißentlich und wohl erinnert hirbey gedrückt aufbegehr daß dießes also dem gericht übergeben werde. So geschehen heutden fUnfzehenden Tag Marty. Tausend siebenhundert Vier alhier zu Eöllen.
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Anna Catharina Von Vorst.)