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sind diese Schlösser stille Stätten der Erholung und Erfrischung. HausBrempt ist heute der Mittelpunkt einer Gärtnerei geworden.
Es ist noch gut erhalten, prächtige Pappeln umgeben es. Es wirkt vorallem durch eine eigentümliche Mischung von Wuchtigkeit und Zierlichkeit, dievornehmlich erreicht wird durch die feingeschwungenen Linien der Turmhaubeund die Dachkonstruktion im Gegensatz zur Massigkeit des Turm- und an-schließenden Wohnbaues.
Noch bis vor 50 Jahren waren auch die weiten Wirtschaftsgebäude guterhalten; sie sind ein Opfer des Feuers geworden.
Wann das Schloß gebaut ist, läßt sich nicht mehr feststellen, nirgendwo istin Balken oder Stein eine Jahreszahl eingeschnitten. Uber der Eingangstürbefindet sich noch ein Wappenstein, der in früherer Zeit am Tor des äußerenSchloßhofes angebracht war. Dieser Stein zeigt ein doppeltes Wappen, linkssehen wir den springenden Hirsch der Hertmannis, und rechts sind 4 Felder,in zweien steht ein Kreuz und in den beiden anderen befinden sich 3 Vögel.Vielleicht ist dies das Wappen der Halvers, der Familie der Frau des JohannCaspar Hertmanni, von deren Mutter Johann Caspar den Rittersitz ge-kauft hat.
Das Schloß mag aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammen. DerTurm ist sicher älter. Er ist dreistöckig und bedeckt mit einem sehr schön ge-schweiften Dach. Das Eingangsportal ist schmal und zeigt einen gotischenSpitzbogen, die Eingangshalle hat ein Tonnengewölbe. Unter dem Turmbefindet sich das dunkle Verließ, in das man in früheren Zeiten nur durcheine Luke von oben gelangen konnte. Das zweistöckige Herrenhaus hat nebendem breiten Flur nur wenige kleine Zimmer.
Die ganze Schloßanlage war umgeben von breiten Gräben, die zurHälfte noch heute vorhanden sind. Das Herrenhaus war durch einen zweitenGraben noch besonders geschützt, der auch noch teilweise zu sehen ist. Nur übereine Zugbrücke konnte man in das Haus gelangen. Uber dem Hauptportalbefinden sich in der Mauer noch die Rollen, über welche die Ketten der Zug-brücke liefen.
Als erster Besitzer des Schlosses wird in einer Urkunde vom Jahre 1440Sibert Spede genannt. 20 Jahre später ist die Familie von Brempt imBesitze des Gutes, eine alte, am Niederrhein ansässige Adelsfamilie — einGiselbert von Brempt wird schon um das Jahr 1270 erwähnt. Die Ritter vonBrempt wohnten aber nur kurze Zeit im Schlosse Brempt. Der letzte Brempt,ein Jürgen von Brempt, wurde 1569 erschlagen, mit ihm starb das Geschlecht ünMannesstamm aus. Jetzt wechselte Haus Brempt oft den Herrn. Um das Jahr1700 war Eigentümer Stephan Arnold Freiherr von Geloes zu Lobisch,Oberst im kurpfälzischen Leibregiment zu Pferd. Dieser verkaufte mit seinerGattin, einer Freiin von Spee, zu Köln am 10. Dezember 1701 das ganzeBesitztum zum Preise von 8700 Reichstalern an Frau Margarethe StadensWittib Halverens. (Staatsarchiv Düsseldorf, Kölner Erzstift-Akten VI. 9. AmtKempen. Gemeine Grundstücke 17, 18Z Diese Wittib Halverens war die Mutterder Katharina Halvers, der 2. Gattin des Johann Caspar Hertmanni. Jeden-falls verkaufte sie am 6. Oktober 1705 das Schloß an Johann Caspar Hert-manni — 1067 —.