damit verbundene Ackergut war 66 Morgen groß. Seit Anfang des 16. Jahr-hunderts war das Gut im Besitz der Familie von Holtzem. Von ihr hat esJohann Gabriel erworben. Am Ende des Jahrhunderts kam es durch Kauf anseinen Schwiegersohn Borlatti —4010—. Heute ist das Gut zersplittert. DieÖkonomiegebäude stehen noch.
Uber den Tod der beiden Eheleute liegt folgende Bescheinigung desBriihler Pfarrers Ioh. Beyenburg vom 3. 1. 1787 vor:
?raenobilis Dominus Vioe-Latrapa ckoannes Cabriel ttertmarmi.Drulae 5. Maji 1765 obiit, et praeckicti Domini Oabrielis Lonjux CarolinaXoels 8. dlovembris 1775.
Johann Gabriel hatte von seiner Frau Maria Clara Karoline Köhls7 Kinder. Bon diesen sind die ersten fünf alle in Köln getauft; die Mutter mußsich also sehr viel in Köln aufgehalten haben, vermutlich bei ihren Eltern. Diebeiden letzten Kinder sind in Brühl geboren.
4027 1. Heinrich Joseph Bernhard, gtft. am 14. Nov. 1741 zu St. Ja-
cob in Köln (am Weidmarkt). Im dortigen Kirchenbuch (100) heißt es:tlenricus ckoseplius Lernarckus. parentes: praenobilis Dominusckoannes Osbriel Dertmanni et Marin Clara Carolina Xosls con-ckicta Dertmanni.
patrini: praeclarus clominus Denrious Xoell, ouius loeo astititckominus ckoannes Dernarckus llertmanni et Maria ^.ckelbeickisKessels, ouius loeo astitit Latliarina ckosepba Tbsrssia Koell.
Bezeichnend ist in dieser Taufurkunde die Willkürlichkeit, mit derder Familienname Koels, oder Koell geschrieben wird; in der Trau-urkunde oben heißt es gar Koehls. Aber das wurde eben damalsnicht so genau genommen. Der Joannes Bernardus, der den Hen-ricus Koell vertrat, war wohl der Vetter des Täuflings Bern-hard — 4069 —. Ob die Patin Maria Adelheidis Kessel, die sich alsPatin vertreten ließ, die Großmutter Adelheid — 4007 — war, istungewiß. Sie müßte in diesem Falle 76 Jahre alt gewesen sein,wodurch es vielleicht zu erklären wäre, daß sie bei der Taufe nicht per-sönlich anwesend war.
In der Tauseintragung steht links neben dem Namen des Täuf-lings das Wort obüt. d. h. „ist gestorben".
4028 2. Andreas Joseph Anton, gtft. am 3. 1. 1743 in St. Jacob zu Köln.
^nckreas ckosepbus Antonius. ?arentes: praenobilis et clarissimusckominus ckoban Cabriel tlsrtmanni, satrapa Lrülensis et MarisClara Carolina Kübel conckiota Dertmanni. Datrini: praenobilisckominus ^.nckreas ckosepbus Antonius blertmanni st>1. Latliarina ckosepba Iberesia Kübels. H
Der Vater ist hier als satrapa (d. h. Amtmann) bezeichnet, er waraber nur vicesatrapa d. h. Amtsverwalter. Der hier als Pate ge-nannte Andreas Iosephus Antonius Hertmanni scheint der OnkelJohann Andreas — 4026 — gewesen zu sein.
Andreas kam als Kind auf das Montaner Gymnasium inKöln. Wir besitzen noch eine Erklärung von ihm folgenden Inhalts:
') Kölner Kirchenbücher St. Jacob 10.