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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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Daß ich mit meinem Vettern dermaligen Herrn Pastoren zu HovenAndresen Hertmanni in dem Montaner Convikt in Köln gewohnt,und die orth ab Hagische, dan Bedapapische fundationes ruhiglich,ohne die mindeste störung bis daran mirs daselbst länger zu ver-bleiben nicht mehr gefallen, genossen habe, wird hiermit bestermaßenattestieret, Bruell, 20. Juni 1786. And. Hertmanni Amtsverwalterzu Bruell."

Der Kölner Kurfürst, Erzbischof Max Friedrich, unter dem seinPater Johann Gabriel noch 5 Jahre lang als vioesatrapa gedienthatte, betraute ihn am 30. 6. 1770 mit demselben Amte, wohl in Er-innerung an die Verdienste seines Vaters. Er ist nicht dessen unmittel-barer Nachfolger geworden, vermutlich weil er bei dessen Tode erst22 Jahre alt war. Max Friedrich war nicht so begütert wie sein Vor-gänger. Die Prachtbauten, die dieser aufgeführt hatte, verschlangenviel Geld, es riß eine große Mißwirtschaft ein, die sich erst unter derstarken, zielbewußten Regierung des letzten Kurfürsten MaximilianFranz seit 1784 wieder hob. Dieser Kurfürst war ein tüchtigerMensch, er verlangte aber auch viel von seinen Beamten, so daß wirnicht zuviel sagen, wenn wir betonen, daß es eine Auszeichnung war,unter ihm arbeiten zu dürfen. Bei dem Anrücken der Franzosen 1794mußte er flüchten, auch seine Beamten mußten ihre Stellungen auf-geben. Wir nehmen an, wenn wir auch nichts Bestimmtes darüberwissen, daß auch Andreas damals sein Amt verloren hat. (Uber diebeiden Erzbischöfe siehe Näheres Seite 376 f.)

Wenige Tage nach seiner Ernennung zum vioe «atrs^s führte eram 24. Juli 1770 seine junge Frau Magdalena Iosepha Schornheim. Vielleicht stammte dieselbe auch aus Brühl, wir fanden den Na-men Schorn mehrmals in den Taufregistern. Iosepha lebte im Jahre1776 noch, was daraus hervorgeht, daß sie am 13. 8. 1776 bei derWeihe der neuen größten Glocke der Kirche zu Pingsdorf zu Ehrendes hl. Pantaleon als Gattin des Amtmannes von Brühl Pate stand.Dasselbe wird von ihrem Manne berichtet gelegentlich der Weihe derneuen dritten Glocke zu Ehren der hl. Anna.

In 2. Ehe war Andreas mit Clementine Schaumburgverheiratet. Wir haben über beide Frauen nichts Näheres in Er-fahrung bringen können. Clementine wird als Patin ihrer NichteClementine Hertmanni, geb. 16. 2. 1807, in einem alten Gebetbuch Hdes Franz Bernhard Hertmanni 4097 erwähnt. Keiner der bei-den Ehen sind Kinder entsprossen.

Andreas ist am 11. 1. 1803 in Brühl gestorben. In der ^.ote ckeDeees cke la i^lairie cke 6rübl-) heißt es:

^.nckre Hertmanni deeecke 1e 22. blivose l'an on?s cke la kepu-bligue ä 10 beurss cku matin. particulier, AZe cke 59 ans, ne ä6rulil, kils cke ckean Oabrisl Hertmanni et cke i^larie CarolineXoel8.

Nachbarn zeigen dies auf dem Standesamt an.

0 Im Besitz von Frau Bottgießer, Köln, Hansaring 117.

0 Nr. 17 vom Jahre 1803.