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Altenkirchen, den 9. April 1835.
Inbetreff desjenigen Vermögens, welches ich nach meinem Tode zurück-lassen werde, treffe ich folgende Disposition:
1. Da meine am 6. März 1811 verstorbene Ehefrau erster Ehe, namensBarbara Eichhof mir nicht allein nichts zugebracht, sondern auch meinVermögen auf die unverantwortlichste Weise verschwendet hat, so könnendie Kinder erster Ehe auf kein mütterliches Vermögen Anspruch machen,sind auch auf die von ihnen erhobene gerichtliche Klage mit ihren unge-gründeten Forderungen, wie die Acten erweisen, abgewiesen worden.
2. Die Kinder erster Ehe sind:
»1 Johann August von Schoenebeck, König!. Bayerscher Rheinzoll-beamter,
b Gertrudis von Schoenebeck, verehelichte Becker,cj Elisabeth von Schoenebeck, verehelichte Eul,
6j des verstorbenen Carl Eonstantin von Schoenebeck hinterlassenenTochter, deren Mutter geborene Frink von Oberbuchman sich alsWitwe mit dem Pächter Bleidt von Bruch verehelicht hat.
Es wäre eigentlich überflüssig, von dem König!. Förster Friedrich vonNagetis etwas zu sagen, der meinen Familiennamen usurpiert, währendmeiner mehr als einjährigen Abwesenheit auf dem linken Rheinufer -ge-zeugt und gebohren und von seiner Mutter als ein Sohn des Försters Franzvon Nagetis aus Münster zum Taufprotokoll erklärt worden ist. Ich habezwar in der Folge dem besagten Friedrich von Nagetis seines besserenFortkommens wegen und auf vieles Bitten erlaubt, meinen Familien-namen zu führen, diese Erlaubnis nehme ich aber hiermit zurück und wider-rufe solche förmlich. Friedrich von Nagetis hat außerdem einen Reversausgestellt unterm 20. Februar vorigen Jahres, wodurch er auf alle An-sprüche auf mein gegenwärtiges und zukünftiges Vermögen verzichtet.
3. Die Kinder erster Ehe haben sich sehr schlecht gegen mich betragen,daß ich sie füglich enterben könnte, sie haben, wie aus den Acten hervor-geht, einen sehr bedeutenden Teil meines Mobiliar-Vermögens teils heim-lich, teils öffentlich entwendet und verschleppt, wie aus den Acten derBürgermeisterei zu Flammersfeld, des Iustizamtes dahier und des König!.Iustizsenats hervorgeht; sie haben nicht aufgehört, mich durch den unge-rechtesten Prozeß zu verfolgen und dadurch einen oonoursus areckitorumund den öffentlichen Verkauf des adligen Gutes Düsternau zu veranlassenund mich dadurch um alles zu bringen; es ist ihnen bei dem concurse einegewisse Summe zuerkannt worden, sie haben meine jetzige rechtschaffeneFrau öffentlich beschimpft und mir in Gegenwart von Zeugen den Tod ge-wünscht dergestalt, daß ich und meine jetzige Frau des Lebens nicht mehrsicher waren.
4. Der Johann August von Schoenebeck ist zwar bei den oben ange-gebenen Vorgängen abwesend gewesen, hat mir übrigens soviele Beweisevon Haß und Abneigung gegen mich an den Tag gelegt, daß ich ihn vonobiger Kategorie nicht ausnehmen kann.
5. Meine sämtlichen Kinder erster Ehe sollen daher von meinem Nach-lasse nichts erhalten, sondern enterbt sein. Sollte jedoch dieses Testament