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lluf dem Rechtswege angesochten werden, so soll jedes meiner Kinder ersterEhe zwanzig Thaler preuß. Kourant, um den Rechtsstreit zu vermeiden,als Pflichtteil erben. Es versteht sich von selbst, daß Enkel vermöge desRepräsentationsrechtes an die Stelle des puren« äekunetu« eintreten. Dievorbemeldeten 20 Thaler müssen meine nachbenannten instituierten Erbenbinnen drei Jahren jedoch ohne Zinsen auszahlen.
6. Zum Universalerben meines sämtlichen Vermögens setze ich hiermitmeine sämtlichen Kinder II. Ehe ein, meine jetzige Ehefrau geborene Mar-garetha Sofia Schmitz hat mir ein Vermögen von 1500 Fl. F. W. einge-bracht und sich jederzeit als eine vortreffliche Hausfrau und Mutter be-tragen, sie verdient daher vorzüglich berllcksich.igt zu werden. Ich vermacheihr daher
7. die lebenslängliche Leibzucht an allem demjenigen Vermögen, welcheswie vorerwähnt meine Kinder zweiter Ehe erben werden. Diese Leibzuchtsoll meiner Frau auch dann nicht verloren gehen, wenn sie, was ich jedochnoch bezweifle, zur zweiten Ehe schreiten sollte, ich hege durchaus kein Miß-trauen, daß sie nicht als rechtschaffene Mutter für meine Kinder II. Ehe:s) Johann Wilhelm Leopold, K) Maria Theresia und c) Katharina vonSchoenebeck alle mögliche Sorgfalt tragen wird.
8. Meine Bücher und Papiere bleiben mit Ausschluß der Kreisfiskal-Registratur im Verwahrsam meiner Ehefrau, werden aber auf meineKinder II. Ehe vererbt.
Dies ist mein ernster letzter Wille, welcher nach meinem Tode in jedervom Rechtens entweder als Testament oder als Codizill aufrecht erhaltenund vollzogen werden soll.
gez. Eonstantin von Schoenebeck.
Konstantin von Schoenebeck hatte sich in Altenkirchen, Frankfurterstraße 9,ein Haus gebaut. Die Besitzung DUsternau mußte er schuldenhalber verkaufen.Sie wurde von der Familie von Runkel angesteigert, die sie aber verkommenließ, sodaß heute von dem ganzen Anwesen nur noch ein Ziehbrunnen erkenn-bar ist.
Die 6 Kinder aus der 1. Ehe waren:
3207 1. August von Schoenebeck, geb. 29. 7. 1787 in Bonn. Als
König!. Bayrischer Rheinzollbeamter heiratete er die zu Landau am
5. 3. 1809 geborene Wilhelmine Reiser. Seine Frau verlor
er schon am 1. 11. 1829; er starb am 21. 5. 1861 zu Neuburg (Rhein).
Sein einziges Kind war
3208 L. Daniel August von Schoenebeck, geb. 14. 4. 1828 zu
Neuburg, gestorben 8. 9. 1886 zu Karlsruhe. Nach Vollendungseiner Gymnasialstudien in Speyer studierte er in Würzburg undMünchen die Rechtswissenschaft. Er wurde Kgl. Bayr. Ergänzungs-richter (jetzt Amtsrichter) in Pirmasens und Dahn, gab diese Lauf-bahn aber wieder auf, um sich der Bewirtschaftung seines Grund-besitzes in Seeheim und Neuburg zu widmen. Um seinen Kinderneine bessere Erziehung zu ermöglichen, siedelte er später nach Karls-