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Konstantin von Schoenebeck.
1009 Die 2. Unterlinie des Schoenebeck'schen Stammes beginnt mit Kon-stantin von Schoenebeck.
Er ist geboren am 4. 4. 1760 zu Johannisberg. Die Taufurkunde imKirchenbuch von Windhagen hat folgenden Wortlaut: 5. ^priÜ8 baptmatu.8est praenobilio Lsrnurckuo Lov5tnntiu8 8rickerieu8 4 o 8 s -pbu8 Vineentiu8 bl a r i u, tiliu8 IeZitimu8 prusnobili8 et perillu8tri8Domini ckoanni« blicbus1i8 4o8spbi liberi 8nroni8 cke 8eboenebee!c, Dominiin Monte 8ti. 4c>anni8 nepomueeni ex vinterpln^-st Llari88imLe Dominaeöernarckinae von 6rstk eoniuZum, Isvantibu8 clari88imo Domino Dernarck v.(unleserlich) 8eimtore libsrae imperiale oivitati8 LoioniöN8i8 et 4uri8utriu8gue Doetore et Llarismma Domina Lon8tantia von VaZacke8 nata von6rakt. dlatu8 e8t 4. ^,prili8.
Konstantin von Schoenebeck war wohl einer der originellsten Menschen, dieje gelebt haben. Uber sein vielbewegtes Leben gibt schon sein heute noch aufdem Kirchhof von Altenkirchen vorhandener Grabstein Auskunft, der zunächsteine von ihm selbst herrührende Inschrift trägt: „Ruhe versagte man mir imLeben, — mir gab sie die Mutter Erde mich bergend im Schooß. Wanderer, störesie nicht! Dr. C. v. Sch." Auf der linken Seite stehen folgende Angaben Ubersein Leben: Geb. 4. 4. 1760 zu Johannisberg, Pfarrei Windhagen, 1783 Doktorder Medizin, 1787 Arzt und Bürger zu Kirchen, Saynscher Hofrat und Bergratdes Fürsten zu Lippe, 1805 Professor der Geschichte und der alten Sprachen,auch Mitglied der gelehrten Gesellschaft zu Utrecht, 1824 Kgl. Kreisphysikus zuAltenkirchen, gestorben am 13. 9. 1835. (Die Hintere Seite des Grabmalsschmückt der Aeskulapstab, die rechte Seite trägt die Grabschrift seines SohnesPeter Theodor.)
Die Universität Köln zählt ihn unter ihren bedeutenderen Gelehrten auf.*)Offenbar hat er in Köln studiert — promoviert hat er 1783 an der UniversitätDuisburg, 1784 war er Professor in Bonn.
Ebenso bewegt wie sein Berufsleben war auch sein Familienleben. Er warzunächst seit 1786 mit Barbara Eichhoff aus Köln verheiratet, die am6. 3. 1811 in DUsternau gestorben ist, — und seit dem 9. 10. 1817 mit Mar-garethe Schmidt aus Hachenburg. Die Kinder der ersten Ehe scheinensamt ihrer Mutter den häuslichen Frieden wenig gefördert zu haben. Wirkönnen dies insbesondere aus dem von ihm am 9. 4. 1835 verfaßten Testament?)ersehen, das uns gleichzeitig einen Einblick in das seltsame Wesen dieses origi-nellen Mannes tun läßt, ersehen. Es hat folgenden Wortlaut:
') Von Bianco, Geschichte der Universität Köln T. 777Im Besitz von Karl Winter in Altenkirchen.
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