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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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meistern, 2 Kämmerern, 2 Fischmeistern sowie 6 Ratsmännern bestandst. An-dreas wurde einer der Kämmerer „camerarius" der Stadt Hamm. Dort hater in der seit Einführung der Reformation im Jahre 1560 fast ganz evange-lischen Stadt sich als treuer Sohn seiner Kirche dem kleinen Häuflein derKatholiken eng angeschlossen, die sich um das 1455 gegründete Observanten-kloster sammelten, das ihre Pfarrseelsorge übernahm und bis um 1850 den Mit-telpunkt der einzigen katholischen Gemeinde, der St. Agnes-Gemeinde, bildete.Wahrscheinlich hat er die während des dreißigjährigen Krieges erfolgte Plün-derung des Klosters durch die Hessen miterlebt. Er wie seine Frau sind vor1699 in Hamm gestorben und in der St. Agneskirche begraben, obwohl erdarauf keinen Anspruch erheben konnte und wollte, wie aus einer Notiz hervor-geht, wonach er am 4. Mai 1627 bescheinigte „zwar haben ihm ?. JohannesKeufing und ?. Arnold Budäus in der Klosterkirche ein christliches Begräbnis«erstattet, gleichwohl ich oder meine Erben darauf kein Recht oder Eigentumhaben oder haben werden." st.

Kirchenbücher und Akten der Stadt fehlen aus jener Zeit zum größtenTeil. Sie sind einem Brande im Jahre 1741 zum Opfer gefallen. Was vor-handen ist, das ist teilweise sehr schwer zu entziffern.

Die Eheleute wohnten in Hamm in einem Hause „aufs der Oesten straeßen".Das Haus schenkte später sein Sohn Johann Wilhelm der Stadt Hamm unterder Bedingung, daß es ein Heim für die katholischen Armen sein sollte. <SieheSeite 28 ff.).

Er hatte folgende Kinder:

48 1. Michael, der sich später Johann Michael nannte. Er pflanzte die

Familie fort. (Siehe Seite 36 ff.)

49 2. AnnaMaria, geboren in Hamm 20. 5. 1631 baptirata puella ^.nna

blaria, parentes Andreas Hermanni et blarZaretba körten st Sie istvor 1699 gestorben.

50, 5/ 3. u. 4. Mechtildis u. Maria, geboren in Hamm, Zwillinge, 20. 8.1634 baptirmtae cluae kiliae Zemellae bleobtbiiäis Hermans et blaria

Hermans, pater darum bl. Andreas Hermans vitriarius matsr.

(Name fehlt! st.

Die Maria scheint ebenfalls früh verstorben zu sein. Mechthilde bliebunverheiratet, sie lebte noch im Jahre 1699, wo sie bei der Schenkungihres Bruders beteiligt war. (Siehe weiter unten.) Auffällig ist, daßsie, wie in dieser Urkunde bemerkt ist, des Schreibens unkundig war.

52 5. IoannesWilhelmus. Er scheint auch in Hamm geboren zu sein,denn er redet einmal von seiner Paterstadt Hamm. Sein Geburtsjahrist nicht festzustellen. Entweder ist er vor 1624 geboren, wo die Tauf-register in Hamm anfangen, oder zwischen 1635 und 1641, wo sie fehlen.

Jedenfalls verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Köln. In denKölner Kirchenbüchern finden wir ihn zwei Mal als Pate von Verwandten er.wähnt, einmal im Jahre 1704 bei der Taufe des Johannes Wilhelm Josef von

st Aus „700 Jahre Stadt Hamm".

st Aus ?- Diodor Henntges: Eine Friedensinfel von brandenden Wogensortgespült. Das Franziskanerkloster in Hamm,st Hammer Stadtarchiv.